Renault 4: Ein Kultauto wird 50
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18 Meinungen zu "Renault 4: Ein Kultauto wird 50"
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harkpabst
Dienstag, 22.03.2011, 14:47 Uhr Wunderschönes Auto. Ich hatte meinen, schon ziemlich verwarzt, viel zu teuer (2000 DM) vom Bekannten eines Bekannten gekauft, der ihn angeblich "fertig gemacht hatte". Na ja. Nach etwa 4 (?) Jahren - in denen ich auch kaum was gemacht hatte - war er dann rundum durchgerostet, Handbremse und Anlasser waren kaputt (ungünstige Kombination fürs Parken) und ich habe ihn für 150 DM wieder verkauft. Trotz Autogramm von Helge Schneider auf der Motorhaube (zwei Jahre später hätte ich wahrscheinlich 150 DM alleine für das ausgeschnittene Stück Motorhaube bekommen ...). Aber schnell war er (34 PS)! Und man konnte ihn alleine anschieben, wenn man mal wieder das Licht angelassen hatte. Und Platz ohne Ende, die genialste Schaltung aller Zeiten und den Blinkerhebel auf der RICHTIGEN Seite ... Ganz zu schweigen von einer meiner schönsten automobilen Erinnerungen: Nachdem ich mit zwei Freunden das Getriebe gewechselt hatte, ging es beim ersten Test im 1. Gang zügig los, und zwar nach hinten. :-) Das Getriebe stammte nämlich von einem 0,9 Liter Motor und der hatte eine andere Drehrichtung als der 1,1 Liter. Wir haben minutenlang lachend auf dem Boden gelegen und uns die Bäuche gehalten. Ich hab dann noch ein Getriebe gekauft (obwohl mir ein Bastler später erzählt hat, dass man auch "einfach" das Differential andersherum hätte einbauen können ... -
surabayajohnny
Dienstag, 22.03.2011, 12:02 Uhr Ich hatte einen 1989, wie der noch nach Deutschland kam wissen die Götter. Als Studiauto unschlagbar. Platz ohne ende, alles mit Hammer und Schweizer Taschenmesser reparierbar, der Komfort beim schalten unschlagbar . Toll war auch die Diebstahlsicherung, genannt Handchoke. Ich erinnere mich auch gerne an die Pappe vor dem Kühler damit der Wagen im Winter schneller warm wurde. Nach 7 Jahren habe ich Ihn nach Madagaskar verkauft, da galt er noch als Neuwagen......Schöne Erinnerungen an ein eigentlich schlimmes Auto. -
Schmetterling99
Dienstag, 22.03.2011, 11:28 Uhr Natürlich war der Rost der größte Feind des R4, aber er war relativ einfach nachzuschweißen mit Repblechen. Und Gebrauchtteile wie komplette Türen oder Hauben gab es wie Sand am Meer. Viel mehr ärgerte mich aber oft, aus welch billigem Material zB die Schrauben hergestellt waren und nicht selten sofort abrissen. Vor allem die Extenderschraube an den Ankerplatten der Radaufhängung war stets rund, weil niemand den Vierkant mit dem korrekten Hazetschlüssel No. 3721 einstellte. Der baumelt noch heute als Souvenir in meiner Hobbywerkstatt... Der winzige Auspufftopf hielt bei mir stets schon ca. 2 Jahre (viel Langstrecke), kostete aber damals lächerliche Beträge im Zubehörhandel... Die komplette Abgasanlage lag preislich ja unter dem Endtopf eines Golf. -
frimax
Dienstag, 22.03.2011, 11:09 Uhr er rostete schneller als ich schauen konnte. schalldemfer alle zwei jahre. zündverteiler defekt. bremsen mangelhaft. bei starken regen nasse füsse. nach acht jahren hinten fussboden durchgerostet. bei kälte start probleme. nach 10 jahren nur noch schrott. -
Schmetterling99
Dienstag, 22.03.2011, 09:32 Uhr Vermutlich war die Schnittmenge zwischen 2CV und R4 gar nicht so groß, auch wenn beide Autos die gleiche Klientel bedienten. Mir sagte die ziemlich improvisiert wirkende Ente eher nicht zu (hat jemand mal die Unterbrecherkontakte gewechselt, die hinter dem Lüfterrad versteckt waren?), der R4 mit seinen klaren und gerade Linien hingegen viel mehr. Quaderförmig, praktisch gut. Den "Scheibenkasten" R4F6 hatte ich mir zu einem Mini-Wohnmobil umgebaut, in dem ich mit 1,84 m Größe trotzdem bequem schlafen konnte. Die Sitze im Transporter waren nur überzogene Stahlrohrgestelle, also wurden sie gegen normale, gepolsterte ersetzt. Als wir 1982 mal im früheren Jugoslawien (Kroatien) waren, wo der normale R4 gebaut wurde und DAS Auto war, trafen wir überall auf völlig faszinierte Menschen, die diese Transportervariante noch nie gesehen hatten. Es gab zahlreiche Angebote für einen Sofortkauf dieser "Superkatriza"... Die kleine Dachklappe im Heck hochgestellt und dann mit mäßiger Lautstärke "The wall" aus den Canton-Lautsprechern fluten lassen- eine meiner schönsten Kroatienerinnerungen der Studentenzeit... Gibt es noch andere ehemalige R4F6-Besitzer unter euch? -
Heiko
Dienstag, 22.03.2011, 07:49 Uhr Hatte selbst 2x R4GTL gefahren, mit Sonnendach und 34 PS. Das Ding hat jeden Untergrund mitgemacht, ob frisch gepflügter Acker oder mit 120 Km/h auf der Schotterpiste, einfach unverwüstlich. Die Schaltung war das Beste und die war so bequem. Der Schalthebel war ja nur 20 cm vom Lenkrade weg. Super!! Alles was uns heute als "Innovation" gezeigt wird, hatte das Auto schon: Große Kofferaumklappe, 5 Türen, sparsamer Motor, robust, leicht zu reparieren, günstig im Unterhalt und keine elektrischen Spielereien die nur Geld und Benzin kosten. Mein erster R4 hatte sogar von mir Recaro Sitze bekommen und es waren Hosenträger Gurte drin gewesen. Am Unterbau hatte ich Rutschbleche, damit die Ölwanne heil blieb, bei meine „Ausflügen“ auf den Waldwegen. Eine Musikanlage von damals 2500 DM war auch noch drin. Die Lackierung sah aus wie der später auf den Mark gekommene Polo Harlekin (Das hat VW sicher bei mir abgeschaut ;-)) Noch heute trauere ich diesem Auto hinterher. Wäre die damalige Erhöhung der KFZ Steuer nicht gewesen, hätte ich das Auto noch heute. Rost war bei meinem Auto übrigens kein Tema, da ich wie ich das Auto bekommen hatte es erst einmal komplett Rostgeschütz hatte, mit 7 Dosen Holraumversieglung und 6 Dosen Unterbodenschutz. Ich glaube dass das Auto noch heute läuft! Der Marke Renault bin ich aber bis heute Treu geblieben. Nur der „Nachfolger“ des R4, der Renault Kangoo hat nichts mehr mit dem R4 gemeinsam. Der R4 war und ist Kult, konnte sich aber nie gegen den Status der „Ente“ durchsetzten, obwohl er öfter gebaut wurde. Geschichten und Erlebnisse über meinen R4 könnte ich hier Seitenweise schreiben,… DANKE Renault für dieses Tolle Auto und die schöne Zeit die ich mit dem Auto haben durfte….. -
60erlady
Dienstag, 22.03.2011, 07:40 Uhr Hallo bin geborene 60erin, hatte zwei R4 nacheinander. Mit meinem Paps alles selber gerichtet am Auto geschliffen und Kotflügel nach Unfall montiert und lackiert. Es gab eigentlich nichts am Auto das durch eine Werkstatt laufen hätte müßen. Wir sind zu .... sechst .... im meinem R4 von der Berufsschule Aibling heim gefahren. Einfach eine Gaudi ....... wenn man die Einzige ist die fahren kann. Doch ich würd ihn heute sofort ohne Zögern wieder fahren. In Grün , rot oder postgelb ! :-) Völlig egal - dieses Auto hat mich ganz arg weit gebracht. (z.B. jedes Woende vom Chiemsee nach Calw und wieder zurück - ganze 760 km !!) Und keine Mucken !!
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