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29.11.2012, 13:16 Uhr

Krokodil wird bissiger

in Kooperation mitAuto-News

Nach sieben Jahren auf dem Markt wird der Porsche Cayman von Grund auf erneuert. Die Zuffenhausener feiern die Premiere des Sportcoupés auf der Los Angeles Auto Show 2012 (30. November bis 9. Dezember). Mit auf 2,47 Meter gewachsenem Radstand, neu abgestimmtem Fahrwerk, stärkeren Motoren und weniger Gewicht soll der geschlossene Boxster-Bruder für Aufsehen sorgen.

Viel Aluminium an der Rohkarosserie

Der 4,38 Meter lange, 1,80 Meter breite und nur 1,29 Meter hohe Sportwagen ist als Cayman und als Cayman S zu haben. In beiden Varianten schlägt in der zu 44 Prozent aus Aluminium bestehenden Rohkarosserie ein Sechszylinder-Boxerherz.

Mehr als 100 PS pro Liter Hubraum

Im Cayman werden aus 2,7 Liter Hubraum 275 PS geholt. Damit durchbricht das Triebwerk bei der Literleistung die 100-PS-Schallmauer. Das maximale Drehmoment von 290 Newtonmeter soll zwischen 4.500 und 6.500 Touren anliegen.

Automarken Spiel

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Für den Spurt auf 100 km/h benötigt das Coupé mit Sechsgang-Handschaltung 5,7 Sekunden. Mit dem optionalen Doppelkuppungsgetriebe PDK schafft es der Sportler in 5,6 Sekunden. Wählt man das optionale Sport-Chrono-Paket und die damit verbundene Sport-Plus-Funktion sowie die Launch Control, vergehen sogar nur 5,4 Sekunden. Der Cayman schafft 266 km/h Spitze mit Schaltgetriebe und 264 km/h mit PDK. Den Durchschnittsverbrauch gibt Porsche mit 8,2 Liter für den Schalter beziehungsweise 7,7 Liter für die PDK-Version auf 100 Kilometer an.

Cayman S 283 km/h schnell

Der Sechszylinder im Cayman S hat einen Hubraum von 3,4 Liter und eine Leistung von 325 PS. Das maximale Drehmoment liegt hier bei 370 Newtonmeter. Um auf 100 Sachen zu beschleunigen, vergehen gerade einmal 5,0 Sekunden, mit PDK und Launch Control nur 4,7 Sekunden. Der Vortrieb endet erst bei 283 km/h, mit PDK zwei km/h früher. Den Verbrauch gibt Porsche für den Handschalter mit 8,8 Liter an. Die PDK-Version soll sich mit 8,0 Liter begnügen.

Dickere Schulterlinie

Der neue Cayman steht auf 18 Zoll beziehungsweise 19 Zoll großen Felgen. Optional sind bis zu 20 Zoll große Exemplare erhältlich. Die Außenspiegel sind nun nicht mehr im Fensterdreieck, sondern auf der Schulterlinie positioniert. Von vorne ist das neue Coupé an zur Seite hin größeren Kühllufteinlässen zu erkennen. Die Heckscheibe steht nach wie vor sehr schräg. Der Heckspoiler ist im Vergleich zum Boxster, mit dem sich der Cayman die Basis teilt, größer dimensioniert.

Soundsystem mit 800 Watt

Der Innenraum wurde den anderen Porsche-Modellen angepasst und bietet nun ebenfalls eine ansteigende Mittelkonsole. Serienmäßig ist ein Audiosystem mit sieben Zoll großem Touchscreen verbaut. Optional bietet Porsche ein 800-Watt-Soundsystem von Burmester an. Dieses beinhaltet zwölf Lautsprecher und einen Aktiv-Subwoofer. Fahrer und Beifahrer nehmen auf Sportsitzen Platz, die optional mit Bi-Color-Leder bezogen sind. Der Kofferraum im Heck fasst 162 Liter. Unter der Fronthaube lassen sich weitere 150 Liter Gepäck unterbringen.

Start-Stopp und Bremsenergierückgewinnung

Auch technologisch gibt es einiges Neues im Cayman. Ein Start-Stopp-System gehört nun ebenso zur Serienausstattung wie eine Bremsenergierückgewinnung. Zusätzlich zum Abstandstempomaten gibt es für Modelle mit PDK-Getriebe das so genannte Porsche-Active-Safe-System (PAS).

Dabei überwacht ein Frontradarsystem die Umgebung und bereitet bei einer drohenden Gefahrensituation die Bremsanlage auf eine Notbremsung vor. Wird die Situation kritischer, gibt es eine optische und akustische Warnung. Zudem wird der Fahrer durch einen Bremsruck auf ein notwendiges Eingreifen hingewiesen. Bremst der Fahrer zu zögerlich, verstärkt das System den Bremsdruck bis hin zu einer Vollbremsung.

Marktstart im Februar 2013

Marktstart ist am 3. Februar 2013. Die Preise beginnen bei 51.385 Euro für den Cayman. Der Porsche Cayman S wird ab 64.118 Euro erhältlich sein.

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2 Meinungen zu "Das Krokodil wird bissiger"

  • benutzer
    Freitag, 30.11.2012, 10:35 Uhr
    corvette... lächerliches gefährt, das mich immer an zuhälter erinnert. formal eine katastrophe, der gewaltige motor ist eigentlich alles, was positiv an diesem uramerikanischen schlitten ist. mein nachbar fährt eine Z1 - der braucht eine eigene tankstelle für dieses ding und fährt auch nicht mehr so häufig wie kurz nach dem kauf. corvettes sind zum geradeausfahren auf highways, bzw. für highspeed auf den deutschen autobahnen geeignet, aber in den bergen und schnellen kurven... nee. ich hatte zwei elfer (coupe und cabrio) und einen cayman S - die alltagstauglichkeit von porsche ist einfach legendär, in einer gesamtlaufzeit von über 12 jahren waren meine porsche nicht ein einziges mal außerplanmäßig in einer werkstatt und die wiederverkaufswerte sind immer noch sensationell hoch. wenn ich verarbeitung und haptik eines porsche mit der corvette vergleiche, dann trifft deutsche wertarbeit auf die übliche US-plastikwelt mit mehr schein als sein. aber die preisdifferenz zwischen 911 und corvette ist natürlich für speedliebhaber mit kleinerem geldbeutel oft ein ausschlaggebendes kaufargument, weil der wiederverkaufswert in vergleich dann keine rolle spielt. aber sei es wie es sei: US-musclecars? never...
  • BlackCorvette
    Donnerstag, 29.11.2012, 16:18 Uhr
    Beim Preis muss ich auch feststellen, dass man für gut 60.000 Euro auch eine Corvette bekommt. Die hat bessere Leistungsdaten und der 8-Zylinder ist eine Wohltat gegen das rauhe Geräusch eines hochgezüchteten Porsche. Ich bin den jetzigen Cayman schon gefahren und war auch von der Straßenlage nicht so recht überzeugt. Da hat Porsche anscheinend das ebenso gesehen und nachgebessert. Aber die paar PS mehr machen den Kohl auch nicht fett. Dann lieber doch gleich einen "echten" Porsche, z.B. einen 911er - wer sich das leisten kann. ;-) Upps, jetzt ziehe ich mir gleich wieder den Zorn der neidischen Kleinwagenfahrer zu...
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