Alles nur vom Feinsten?
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Luxuriöses Innenleben
Doch nur bei heruntergelassenen Seitenscheiben kommen auch die Insassen in den vollen Hörgenuss der W12-Maschine. Denn das 4,81 Meter lange Luxuscoupé ist so gut gedämmt, dass sonst nur wenige Laute von außen in die Fahrerkabine gelangen. Im Innenraum des 2+2-Sitzers geht es ohnehin vom Allerfeinsten zu. Das überwiegend in Handarbeit gefertigte Interieur ist großzügig und umfassend mit geschmeidigem Leder ausgekleidet. Kunden haben die Wahl zwischen zig Farben und Varianten, können sich für individuelle Ziernähte, eingestickte Bentley-Logos und vieles mehr entscheiden. Edle Holzfurniere, hochwertige Teppiche, verchromte Retro-Schalter und sogar eine Breitling-Uhr in der Mittelkonsole unterstreichen das exklusive Ambiente. Die bequemen Sessel für Fahrer und Beifahrer bieten dank neuer Rückenschalen den Fondpassagieren nun 4,6 Zentimeter mehr Beinfreiheit als bisher. Etwas beengt bleibt es im Fond aber weiterhin.
Optisch kaum verändert, aber mehr Power
Dass der Continental GT im Sommer 2011 ein Facelift verpasst bekam, ist lediglich an Details zu erkennen. Die Außenhaut hat Chefdesigner Dirk van Braeckel nur ganz vorsichtig angefasst. Der typische Matrix-Grill steht ein wenig steiler, die Frontscheinwerfer schmücken sich nun mit einer Chromeinfassung und kreisförmig angeordneten LED-Tagfahrlichtern. Das Heck fällt mit seinem so genannten Doppel-Hufeisenprofil sowie neuen LED-Leuchten auf. Der überarbeitete 6,0-Liter-Zwölfzylinder liefert neben herrlicher Akustik auch jede Menge Power. Dank Biturbo-Aufladung stehen 575 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, ein Plus von 15 PS und 50 Newtonmeter gegenüber dem Vorgänger.
Auf einer Stufe mit Supersportwagen?
Vergleichbar starke Autos schaffen den Spurt von null auf Tempo 100 zwar teils deutlich schneller als in 4,6 Sekunden. Mit 318 km/h Höchstgeschwindigkeit stellt sich der allradgetriebene Continental GT dann aber doch auf eine Stufe mit Supersportwagen à la Lamborghini Gallardo, Audi R8 oder Mercedes SLS. In deren Liga will der Bentley aber eigentlich gar nicht mitspielen. Schnell fahren: ja. Zügig beschleunigen: ebenfalls. Aber brachial über den Asphalt brettern, das ist nicht die Sache des Engländers mit deutscher Mutter (VW). Der Continental GT versteht sich vielmehr als echter Gran Turismo. Das verstellbare Luftfahrwerk bleibt immer komfortabel und bügelt Unebenheiten beinahe perfekt aus. Die Automatik wechselt ihre sechs Gänge samtweich, gönnt sich dabei aber stets eine Gedenksekunde.
Fast schon ein Schäppchen?
Knapp 184.000 Euro werden für den Continental GT mindestens fällig. Das hört sich nicht nur nach viel Geld an, sondern ist auch viel Geld. Allerdings nur in Relation: Denn im Vergleich zu gleichstarken Konkurrenten ist der Bentley fast schon ein günstiges Angebot.
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