Relativ leicht können wir im Fond auf den beiden Einzelsitzen Platz nehmen. Doch hier allerdings zeigen sich die Nachteile eines Coupés: Wenig Knie- und sehr wenig Kopffreiheit machen einem 1,80 Meter großen Erwachsenen wenig Lust auf lange Strecken.
Bequeme Sessel mit integrierten Kopfstützen
Das Gegenteil ist allerdings eine Reihe weiter vorn der Fall: Wir gleiten in bequeme Sessel mit ausreichend Seitenhalt. Eine Besonderheit bilden hoch gezogenen Rückenlehnen mit integrierten Kopfstützen. Doch auch hier geht noch mehr: Die Sonderausstattungsliste hält Multikontursitze genauso bereit wie Komfortsitze mit Belüftung oder ein Memory-Paket mit Speicher-Funktion sowie vierfach elektrisch einstellbaren Lordosenstützen. Die elektrische Verstellung von Lehnenneigung und Sitzhöhe ist ebenso ab Werk vorhanden wie ein automatischer Gurtbringer. Der ist praktisch: Kaum sitzen wir, kommt wie von Geisterhand geführt die Gurtschnalle in Griffnähe. Dadurch müssen wir uns nicht verrenken.
Viele Extras zu haben
Unser Testwagen hat viele Extras an Bord, die mittlerweile klassenüblich sind, aber auch eine weite Öffnung der Brieftasche erfordern. Dazu gehört das Comand-APS-System mit Festplatten-Navigation ab 3.046 Euro, eine Harman-Kardon-Surround-Anlage für 833 Euro und eine Dreizonen-Klimaautomatik für 702 Euro. Letztere muss nicht unbedingt sein: Zwei Zonen sind schon im Grundpreis dabei. Das Cockpit ist bedienerfreundlich konzipiert, und mercedestypisch-praktisch gibt's zum Beispiel die Knöpfe für die Sitzverstellung an den Türen. Nur der Controller des aus S- und E-Klasse-Limousinen bekannten Bediensystems findet sich in der Mittelkonsole zu weit hinten, wodurch wir das Handgelenk ziemlich stark abwinkeln müssen.
Leiser V6-Diesel
Der V6-Dieselmotor unseres Testwagens ist ein überaus leises und laufruhiges Aggregat. Die Maschine liefert vom Start weg genügend Kraft und Durchzugswillen. Bei Zwischenspurts zeigt der Motor seine Qualitäten und meistert souverän Überholvorgänge. Sanft wechselt die serienmäßige 7G-Tronic die Fahrstufen und leistet ihren Part zu einem entspannten Vorankommen. Doch auch die Dynamik kommt nicht zu kurz: 6,7 Sekunden bis zur Hunderter-Marke und eine Spitze von 250 km/ sind beachtliche Werte.
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