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31.08.2012, 16:00 Uhr

Szene-Golf beim TÜV

in Kooperation mit

Zur Automechnika 2012 in Frankfurt (11. bis 16. September 2012) bringt der TÜV Rheinland ein besonderes Exponat mit: Den getunten Golf 1 von Marco Müller. Der Wagen ist ein Schmuckstück der besonderen Art: Er errang beim Show & Shine-Wettbewerb anlässlich der 4. TÜV Rheinland Tuning Night 2012 den ersten Platz.

TÜV unterstützt im Vorfeld

Als typisches Szene-Auto soll der VW von Marco Müller vor Augen führen, dass spektakulärer Tuning-Trimm und notwendiger TÜV-Segen durchaus miteinander im Einklang stehen können. Berührungsängste mit dem Technischen Überwachungsverein mögen unter Hobby-Schraubern zwar weit verbreitet sein, seien aber in Wahrheit nicht begründet. Schließlich verstünde sich der Verein nicht als Spaßbremse. Die Kölner Sicherheitsexperten möchten vielmehr sicherstellen, dass ein Schrauber-Projekt, in das sehr viel Zeit, Geld und Herzblut investiert werden, nicht bei der Abnahme durchfällt. Bereits im Vorfeld könnten sich daher Tuning-Willige beim TÜV Rat holen.

Altbewährte Blecharbeit

Der 83er-Golf ist im klassischen German Style getrimmt. Kfz-Meister Müller steht nicht so sehr auf konfektionierte Kunststoffteile, sondern eher auf altbewährte Blecharbeit, wie die verbreiterten Radläufe und das gecleante Heck zeigen. Ferner möbeln Chromparts - die Stoßfänger vorne und hinten sowie Außenspiegel des 76er Golf - den Look auf. Der Spoileransatz und den Grill des Diesel-Golfs sollen die Frontpartie hervorheben. Klarglasscheinwerfer verjüngen das Erscheinungsbild des Youngtimers, und mit den rot getönten Rückleuchten kann der Golf auch zum guten Schluss effektvolle Highlights vorweisen.

Farbe kommt von Ford

"Angesichts der glanzvollen Lackierung tippen viele auf ein kostspieliges Effekttopping", erzählt der 39-jährige. "Dabei handelt es sich jedoch um eine normale Serien-Farbe von Ford USA." Dank des funkelnden Finish kann sich der Golf 1 aus wirklich jeder Perspektive von seiner Schokoladenseite zeigen. Innen wurden die Verkleidung und die Dämmstoffe entfernt, die Sitze stammen vom 76er Modell.

Beachtliche 220 PS

Hochglanzverdichtete 16-Zöller von BBS sind mit 195/45er Kumho-Reifen bezogen. Extra für den Foto-Termin steckte der Kfz-Meister rundum Spurplatten auf, "damit der Golf noch fetter auf der Straße steht." Ein Gewindefahrwerk senkt den Fahrzeugschwerpunkt deutlich ab, die Federung wurde gestrafft. Ein überarbeiteter G-Lader bläst den 1,8-Liter-Motor tüchtig an. Weitere Performance-Parts wie eine scharfe Schrick-Nockenwelle, eine modifizierte Drosselklappe, eine Supersprint-Auspuffanlage und ein leichteres Schwungrad steigern die Leistung der vierzylindrigen Drehorgel auf beachtliche 220 PS. Nach den Angaben des Besitzers sprintet der Golf in kaum mehr als sechs Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 220 km/h.

Alle News vom: 31. August 2012 Zur Übersicht: Auto

3 Meinungen zu "Scharfer Golf wirbt für den TÜV"

  • derM70
    Mittwoch, 05.09.2012, 12:40 Uhr
    "Mein VW-Bus T4 war 6 Jahre immer wieder beim TÜV mit defekten Achsaufhängungen vorn, bis der Bus zufällig beim Anfahren mit schwerem Anhänger durch die Zugkraft verursacht in sich zusammenbrach." und was kann vw dafür wenn man wissentlich mit nem haufen schrott fährt?
  • Ingenius
    Mittwoch, 05.09.2012, 11:00 Uhr
    TÜV bedeutet nicht Sicherheit Diese Imagewerbung tut Not. Leider ist die Sorgfalt oder die Möglichkeit, selbst gefährliche Mängel zu erkennen, beim TÜV sehr begrenzt, ausgerechnet, was Standard-Fahrzeuge angeht. Insofern kann ich die deutsche Regulierungs- und Testwut absolut nicht nachvollziehen. Mein VW-Bus T4 war 6 Jahre immer wieder beim TÜV mit defekten Achsaufhängungen vorn, bis der Bus zufällig beim Anfahren mit schwerem Anhänger durch die Zugkraft verursacht in sich zusammenbrach. Das Ganze 50km zuvor auf der Autobahn mit dem transportierten schweren Anhänger.... Merkwürdig: weder TÜV noch mehrere Werkstätten haben trotz mehrfacher Rückfragen dort das gefährliche Lagerspiel erkannt, obwohl dieser Punkt regelmäßig geprüft wurde. Besser, diese Lager werden nach einer bestimmten Laufleistung grundsätzlich getauscht, als die ganzen Tests und TÜV-Prüfungen. Fazit: die technische Sicherheit nimmt durch den TÜV nur begrenzt zu, es geht mehr um ein Riesengeschäft. Und alle machen begeistert mit, weil es ja "der Sicherheit" dient. Noch schwerer wiegt das Qualititätsdefizit von VW. Sicherheit kann man nicht hineintesten und hineinprüfen.
  • HondaPower
    Mittwoch, 05.09.2012, 08:24 Uhr
    Also meine meinung zu diesem Thema ist das es evtl. Prüfstellen im Rheinland gibt wo es um kulanz geht und man nicht die Spaßbremse sein möchte aber bei mir in Niedersachsen wo Tüv Nord und Dekra vertreten sind wird das Tuning zur Hölle man fährt hin um sich zu informieren wird sofort abgewiesen ist doch eh alles schwachsinn heißt es dort. Somit fahre ich bei jeder größeren eintragung etc jetzt immer die 150km nach hamburg und mache dort alles was aber meiner meinung nach nicht sinn der sache sein kann da ich wert auf Sicheres Tuning lege aber nichtmal die chance bekomme es überhaupt durchzuführen oder gar in betracht zu ziehen etwas zu machen und das finde ich ziemlich traurig! Mfg Niko
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