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10.02.2011, 13:59 Uhr

Ohne Fahrer durch den Stadtverkehr

(cfl/rh) - Bereits am Morgen geht nichts mehr in der indischen Millionenstadt Amritsar: Gläubige wie Touristen pilgern zum Heiligtum der Sikhs. Mopedfahrer schlängeln sich todesmutig durch nicht enden wollende Autoschlangen. Das soll bald anders werden, denn dann sollen kleine fahrerlose Kabinen, die auf Schwebebahnschienen gleiten, den Verkehr entlasten.

Das kleine britische Start-Up-Unternehmen Ultra PRT liefert dafür die Infrastruktur. Die indische Metropole soll demnächst mit einem Schienennetz auf Stelzen ausgerüstet werden, wie die "Zeit" berichtet. Auf den Schienen werden in naher Zukunft kleine "Personal Rapid Transits" (PRT) schweben.

Die gedrungenen Gefährte bieten Platz für bis zu fünf Personen. Sie bewegen sich nicht nur dank eines elektrischen Antriebs lautlos, sondern kommen auch noch ohne Fahrer aus. Lasersensoren halten die Wagen in ihrer Spur, ein Zentralcomputer berechnet die Route. Aber wie bei Bahnen sonst üblich, gibt es bei den PRT keine Stationen. Die Shuttles sollen, so die Planung, schneller als Bus oder Auto direkt zum Ziel rollen.

Auf dem Londoner Flughafen Heathrow gibt es bereits ein System, das im vergangenen Jahr den Betrieb aufnahm. Auf der vier Kilometer langen Strecke verkehren seitdem 21 Kabinen zwischen drei Stationen vom Parkhaus und dem Terminal 5. Für die knapp zwei Kilometer lange Strecke, benötigen die Shuttles zwischen fünf und sechs Minuten.

Alle News vom: 10. Februar 2011 Zur Übersicht: Auto

7 Meinungen zu "Fahrerlos durch die Stadt"

  • Goldmarie49
    Dienstag, 15.02.2011, 16:51 Uhr
    Ideen dieser Art gab es schon in den 60er Jahren oder gar noch früher. Bisher hat es nur für mehr oder weniger funktionstüchtige Prototypen gereicht. Das liegt nicht daran, dass es technisch nicht machbar wäre - es liegt vor allem daran, dass die allermeisten Menschen auf den individuellen, "eigenen" fahrbaren Untersatz nicht verzichten wollen, der so bequem vor der Tür steht, auch wenn sie damit stundenlang im Stau stehen.
  • true1
    Freitag, 11.02.2011, 12:47 Uhr
    Dieses System " Fahrerlos durch die Stadt " gibt es schon seit fast zwanzig ( 20 ) Jahren in Australien ! Die Innenstadt von Sydney ist für den Verkehr gesperrt ! Ausnahme ---> von 8:00 - 10: 00 Uhr ! Indieser Zeit dürfen Waren per Auto oder LKW angeliefert werden. Wer mit dem Auto kommt, muß das vor der Stadt auf speziellen Parkplätzen abstellen und kann mit einem Shuttle ( Elektrozug - gleicht einer Röhre ) ohne Fahrer in die Stadt und wieder zum Parkplatz zurück fahren. Die Strecke der Bahn ist so angelegt, daß fast sämtliche Punkte in Sydney erreicht werden können, kleine Bahnhöfe liegen nicht weit auseinander ! Es ist erstaunlich, daß der gesamte Berufsverkehr - morgens und abends - mit diesem Shuttle-Service - abgewickelt wird ! Sydney ist dadurch zu einer der saubersten und unbelastesten Städte der Welt geworden. Übrigens !!! Diese Bahn wurde von deutschen und schweizer Firmen gebaut ! Super !
  • yashahime
    Freitag, 11.02.2011, 11:56 Uhr
    Also mich erinnert das stark an einen alten japanischen Anime. ex-Driver wurde damasl von den Leuten belächelt wegen den selbst fahrenden Autos. Naja der Erfinder dieser Fahrzeuge war wohl Anime-Fan.
  • wuffilein
    Freitag, 11.02.2011, 09:36 Uhr
    Hallo @airliner, wenn die westlichen Länder so gut aufgestellt wären, dann würden diese Teile hier schon seit einem Jahrzehnt fahren. Aber hier wird in NIX investiert. Und wenn es NI)X ist, dann isses meist Schrott.
  • airliner
    Freitag, 11.02.2011, 07:48 Uhr
    Na bis sich das wirklich lohnt, werden auch noch 10-20 Jahre ins Land gehen. Aber ein Schritt in die richtige Richtung. Gerade was die CO2-Emission angeht, sind die Schwellenländer längst noch nicht so "gut" aufgestellt, wie die "westlichen" Industrienationen (die USA mal außen vor gelassen).
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