Hoher Spritpreis: Wo liegt die Schmerzgrenze?
"Wo liegt Ihre persönliche Sprit-Schmerzgrenze?", haben wir vergangene Woche gefragt. Über 9.000 Leser nahmen an der nicht repräsentativen Umfrage teil. Eine Mehrheit von 65 Prozent gab an, bei einem Preis von 2,00 Euro pro Liter auf das Auto verzichten zu wollen. Für weitere 13 Prozent wäre erst ab 2,50 Euro pro Liter Schluss. Jeweils fünf Prozent würden dagegen Preise von 3,00 und 5,00 Euro pro Liter in Kauf nehmen. Immerhin 12 Prozent der Leser gaben an, unabhängig vom Preis weiter Autofahren zu wollen.
Auch in den über 1.500 Kommentaren wird das Thema heiß diskutiert. Vor allem Pendler machen sich angesichts der steigenden Kosten Sorgen. Leser Feo klagt: "Zwei Euro sind für jemanden, der beruflich auf sein Fahrzeug angewiesen ist, auf Dauer nicht tragbar". Viele fordern daher einen Ausgleich über die Pendlerpauschale. Auch auf dem Land, wo kein ausreichend ausgebauter öffentlicher Nahverkehr vorhanden ist, fällt es schwer, auf ein Auto zu verzichten.
Vielfach wird argumentiert, dass schon die aktuellen Preise gravierende Konsequenzen hätten. Leser Bibliophiler etwa schreibt: "Die Schmerzgrenze war schon bei 1,50 Euro erreicht. Seitdem fahre ich nur noch im Notfall Auto."
Viele Leser fordern eine Reaktion von Wirtschaft und Politik. "Hier wird üble Preistreiberei betrieben - die Ölkonzerne verdienen so viel wie nie und die Steuern sprudeln wie eine 'Ölquelle'", beschwert sich etwa Leser FreieWahl. "Die Steuern müssen runter! Denn obwohl ich einen sehr sparsamen Kleinwagen habe, sind die Kosten jetzt schon zu hoch", schreibt Gylaby.
Vor dem Hintergrund knapper werdender Rohstoffe sehen jedoch nicht alle Leser die hohen Spritpreise kritisch. "Wir werden unseren Spritverbrauch und unseren ganzen Energieverbrauch drastisch senken müssen", gibt etwa Donsjarp zu Bedenken und meint weiter: "Eigentlich müssten wir uns über die steigenden Spritkosten freuen, denn jetzt haben wir noch die Möglichkeit, die Dinge zu ändern." Nolau formuliert es überspitzt: "Solange noch SUVs wie verrückt gekauft werden, um eine Tüte Milch zu holen, ist Benzin noch zu billig."
Viele Leser berichten, dass sie als Reaktion auf die hohen Spritpreise ihr Fahrverhalten angepasst hätten. Sie fahren verstärkt freie Tankstellen an und tanken häufiger nur kleine Mengen, um auf Preissenkungen reagieren zu können. Wer kann, wagt den Umstieg auf Gas- oder Elektroantrieb oder weicht verstärkt auf alternative Fortbewegungsmittel aus. Vermutlich hat aber auch Leser Rambay recht, wenn er orakelt: "Wenn der Sprit 4,00 Euro pro Liter kostet, stehen wir immer noch im Stau..."
1392 Meinungen zu "Spritpreis: Genug ist genug"
-
boldor59
Freitag, 22.03.2013, 14:35 Uhr Ich kann vielen von euch da draußen nachfühlen was es heißt eine Familie zu ernähren,jeden Morgen,Mittag oder Abend zur Arbeit zu fahren und sich Gedanken machen " reicht mein Gehalt noch bis zu Monatsende. Die Tankuhr zeigt schon wieder Null ,Brot muß ich auch noch kaufen.Schei....e was mach ich jetzt Brot oder Sprit. Politiker die sowas ignorieren sind hier in Deutschland fehl am Platz. Mit Ihren Gehältern haben Sie gut lachen und machen,Walten und Schalten, denn wir DAS VOLK bezahlen sie ja. Wie sagte einst Buddha " Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft." Jetzt können ( müssen ) wir diese Früchte ernten und bezahlen. -
zimmermann1937
Freitag, 22.03.2013, 11:20 Uhr Wenn jeder Betroffene sich zum Streik durchringen könnte ohne gleich seine Arbeitsstelle zu verlieren, dann kann ich mir vorstellen eine Blockade von Fahrzeugen in vielen Städten zu organisieren. Solange die Autofahrer sich nicht dazu durchringen können, wird sich wohl nichts ändern. Die Gewinnsucht der Regierung ist zu groß um Verständnis für ihr Volk aufzubringen. -
menschmitgeist
Freitag, 22.03.2013, 09:28 Uhr Jetzt gehts schon los, Ostern steht vor der Tür, Spritpreise steigen auf einmal in seltsamer weise hoch und höher, was ist passiert, ein neuer Krieg? ein Brand im Oellager? Nein, nur Osterurlauber die endlich mal wieder Frühlingsluft schnuppern wollen, dafür müssen sie teuer bezahlen, wer da noch Geld zum Essen-gehen hat kann verdammt froh sein. Mich kotzt das jedes Jahr neu an aber niemand macht was dagegen. Jetzt kommen bald wieder ein paar Politiker die das überprüfen lassen wollen, wie jedes Jahr, das verläuft dann, auch wie jedes Jahr, im Sande. Leute machts wie die Franzmänner, die streiken sofort wenn man ans Geld will und machen die Grenzen dicht. -
HJK
Mittwoch, 19.09.2012, 17:47 Uhr Info an Alle die es Leid sind diese Horrenden Spritpreise zu zahlen. Erspart euch eine Summe an Geld (zb. das Urlaubsgeld) mit dem Ihr einen Monat auskommen könnt. Den nächsten Monat verabschiedet euch von der Arbeit. Anschliessend einen Monat Krank zu Hause. Das ganze in einem abgesprochenen Rahmen über Facebook und Co. dirigieren. und dann mal schauen ob sich Vater Staat nicht weichmachen lässt. Ich persönlich plediere für die Herausgabe der freien-Energie-Technologien. aber ich befürchte, keiner von uns verweichlichten Autoliebhaber würde eine solche Bürde auf sich nehmen - d.h. so zahlt dem König was des Königs ist - Ihr habt Ihn Euch schließlich angewählt. -
HJK
Mittwoch, 19.09.2012, 17:27 Uhr nicht mehr lange, und die Sache mit dem Sprit gehört der Vergangenheit an. ich sage nur Freie Energie-Technologien und 21.12.2012 dann haben die Kabalen ausgedient. -
gedo40
Donnerstag, 13.09.2012, 10:15 Uhr Zeitweise Tankstellen bestreiken ist ein frommer Wunsch: Wenn es flächendeckend erfolgen soll, müssen umfassende Terminangaben erfolgen. Effekt: Es wird am Vortag vollgetankt (Prima Geschäft für die Konzerne). Am Tag danach wird wieder getankt werden - allerdings zu höheren Preisen (Noch besseres Geschäft für die Konzerne). Also was soll´s - wir können uns nicht effektiv und wirksam wehren! -
Schwermetaller
Mittwoch, 12.09.2012, 13:12 Uhr Wer denkt, der Spritpreis sei ein Ergebnis von sich verknappenden Ressourcen, der schaue mal auf fast jede Zapfsäule, dort wird er einen Aufkleber finden, der besagt, wie viele Steuern und Abgaben auf den Liter Sprit abzuführen sind: Ich geb Euch mal das Beispiel meiner letzten Tankrechnung: Preis: 75 Euro (Diesel) Mineralölsteuer: 24,19 Euro Mehrwertsteuer: 11,97 Euro Macht insgesamt: 36,16 Euro - also 48 % des Betrages. (Mehrwertsteuer auf Mineralölsteuer liegt in diesem Fall bei 4,60 Euro) gerechnet mit http://www.steuerformen.de/mineraloelsteuer.htm So viel zum Thema "Es geht nicht billiger". Es ist genau das gleiche mit der Tabaksteuer, die ebenso wie die Mineralölsteuer zu 100 % in den Bundeshaushalt einfließt. Dass unser Staat nicht bereit ist, der arbeitenden Bevölkerung zu helfen, indem er die Pendlerpauschale erhöht oder die Arbeitgeber per Gesetzgebung zwingt, sich an den Spritkosten zu beteiligen, hat er längst bewiesen. Das Argument ich könne öffentliche Verkehrsmittel benutzen, kann ich nicht gelten lassen: Die Mehrdauer der Fahrtzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel zwingt mich zum Auto; mit den Öffis würde ich jeden Tag die maximale Betreuungszeit meiner Kinder im Kindergarten überschreiten - darum muss ich mit den steigenden Benzinpreisen allein fertig werden. So viel zum Thema kinderfreundlicher Staat, ich könnte ko**en. Uns Eltern nimmt Papa Staat schon lange viel zu viel weg - und dann wundert er sich, warum der Tropfen auf dem heißen Stein namens "Elterngeld" - das dem Progressionsvorbehalt unterliegt und wovon man gleich zwei Zahlungen als Steuerrückzahlung an die Seite packen kann - die Geburtenraten nicht ankurbelt. Niemand ist so blauäugig, sich nur zwei erträglicher Jahre wegen ein Kind anzuschaffen, das bis zum 18. Lebensjahr den Betrag eines Einfamilienhauses kosten wird, soll etwas aus ihm werden. Diese Verlogenheit der Herrschaften aus Berlin nervt mich einfach nur an. Die scheinen echt zu glauben, dass wir Bürger zu blöde sind. Oh Mann, da bin ich aber abgeschweift, was...
- Auto-Tuning
- Gebrauchtwagen
- Sommerreifen
- Cabrio
- Alufelgen
- Sitzbezüge
zu Auto

































