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31.10.2012, 11:18 Uhr

Wo ist das Vögelchen?

Das kennt fast jeder Autofahrer: ein kurzes rotes Licht - Mist, geblitzt . Doch längst gibt es Möglichkeiten, sich vor den Radarkontrollen warnen zu lassen. Die Bundesregierung will nun die Nutzung von Navigationsgeräten und Smartphone-Apps, die mit spezieller Software vor fest installierten Blitzern warnen, künftig freigeben.

Wie ist die derzeitige Rechtslage?

Die Straßenverkehrsordnung untersagt motorisierten Verkehrsteilnehmern "ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören." Bei dieser Ordnungswidrigkeit drohen dem Erwischten 75 Euro Bußgeld und vier Punkte in Flensburg.

Wie viele Verstöße gab es?

2011 gab es bundesweit nur 300 Verfahren wegen illegaler Blitzer-Warner. Der Einsatz von Smartphones und Navigationsgeräten mit entsprechender Software wird in der Praxis auch bisher nicht überwacht, heißt es beim ADAC. Es sei kein Fall bekannt, bei dem eine Handy- oder Navi-Software zum Gegenstand der Ordnungswidrigkeit wurde. Die 300 Verfahren beziehen sich auf Fahrer, die richtige Radarwarner mit sich führten. Diese einige Tausend Euro teuren Geräte sind ausschließlich dazu da, vor einem Blitzer zu warnen oder die Messung des Blitzers zu stören.

Was ändert sich?

Blitzer-Warner auf Navis oder Handys, die vor stationären Starenkästen warnen, sollen erlaubt werden. In Deutschland gibt es etwa 3800 fest installierte Blitzer. Geändert werden soll laut Gesetzesantrag so: "Navigationsgeräte sollten künftig in einer Zone von etwa 500 Metern vor Blitzanlagen warnen dürfen. Damit wird der jeweilige Bereich, in dem der Fahrzeugführer besonders vorsichtig fährt, erweitert." Verboten bleibt die Nutzung von Hinweisen auf mobile Blitzer (etwa via Smartphone) oder Geräte, die die Messungen stören

Welche anderen Radarwarn-Möglichkeiten gibt es?

Immer schon erlaubt war die Routenplanung zu Hause, bei der die Tempokontrollen miteinbezogen werden. Solche Informationen dürfen auch ausgedruckt und mit auf Reisen genommen werden. Auch Radio-Hinweise auf Geschwindigkeitsmessungen sind und bleiben legal, da sie unabhängig vom Standort des Hörers gegeben werden. In einer rechtlichen Grauzone befinden sich Hinweise auf mobile Blitzer, die auf sozialen Netzwerken (wie zum Beispiel Facebook) ausgetauscht werden. Der Einsatz der Lichthupe, um andere Autofahrer zu warnen, kann weiter 10 Euro Bußgeld kosten.

© Axel Springer AG

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147 Meinungen zu "Wo ist das Vögelchen?"

  • bram72
    Donnerstag, 16.05.2013, 11:17 Uhr
    Ich fahre gern mit "Steffi (die Stimme im Navi)" und sobald ich nur ein wenig zu schnell werde ertönt ein 2xmaliger Gong -ähnlich am Boxring- und dann nehme ich den Fuß etwas vom Gaspedal . D
  • liebo62
    Mittwoch, 20.03.2013, 16:19 Uhr
    Blitzer zur Verkehrserziehung in 30 iger Zonen, an Kindergärten und Schulen e.t.c. absolut korrekt,da hab ich kein Problem mit. Aber nicht zur Abzocke.Es kann nicht sein das auf der Autobahn nach erlaubten 130 km/h ein Schild kommt mit erlaubten 100 km/h wegen angeblichen Straßenschäden,obwohl die Bahn in einem tadellosen Zustand ist.Und welch ein Zufall,es steht in der 100 km/h Zone ein mobiler Blitzer. Das ist Abzocke,hat nichts mit Verkehrersziehung zu tun. Allerdings bin ich immer selber Schuld wenn es blitzt, hier in diesem Staat ist es halt besser sich an die Vorgaben zu halten,denn die Städte/Länder kontrollieren mittlerweise auch gerne aus fahrenden Autos heraus.
  • Jojo78
    Dienstag, 13.11.2012, 13:51 Uhr
    Spiesser1962 Seite 21: Ich bin auch dafür dass alles, was über eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr hinausgeht, gehaltsabhängig bezahlt werden sollte. Ich bin aber auch der Ansicht, dass z.B. Parken auf Behinderten- oder Mutter/Kind-Parkplätzen bereits mit einem Punkt bestraft werden sollte, somit also ein Strafverfahren eingeleitet werden sollte. Gerade die SUV-Fahrer und Premiummarken findet man oftmals auf genau solchen Parkplätzen, obwohl hier kein Kindersitz und keine Behindertenausweise ersichtlich sind. Andererseits sollten Blitzer, welche nur temporär aufgestellt werden oder für die extra die Geschwindigkeit heruntergedrosselt wird (Gerne auf der A7 bei Kassel Richtung Hamburg) verboten werden, da das einzige, was hier verkehrsgefährdend ist, der Blitzer ist! Denn wenn ich in einer Kurve auf der rechten Autobahnseite eine Beschränkung (100) aufstelle, 50m weiter dann die nächst niedrigere Stufe (80, wieder nur rechts!) und dann ein doppelspuriger Blitzer kommt, heißt das für viele Verkehrsteilnehmer, dass sie seeeehr stark abbremsen müssen und dadurch eine Unfallgefahr herbeiführen. Deshalb ist mir da mal beinah jemand hinten ins Auto geknallt!! Wie gesagt, sowas gehört sich verboten!
  • Jojo78
    Dienstag, 13.11.2012, 13:08 Uhr
    Zitat: Spiesser1962 Seite 4: jeder Stundenkilometer mehr auf dem Tacho kostet Sprit. Heisst: Langsam fahren - Geld gespart! ---- Stimmt nicht ganz ;-) Viele Fahrzeuge brauchen am wenigsten Sprit bei ca. 80 km/h. Heißt also mit 80 km/h durch die Stadt? Nein! Aber mein "Kleiner" braucht bei 50 km/h mehr Sprit als mit knapp unter 60 km/h, da ich dort den 6. Gang einlegen kann. Tempo 30? Scheiße, schon wieder mehr Sprit verbraucht als mit knapp 40, da Tempo 30 bedeutet 3. Gang mit höherer Drehzahl, bei Tempo 40 4. Gang mit niedriger Drehzahl. Doof, oder?? Trotzdem bin ich schon dafür, dass man sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält! Und wenn man es nicht tut, gehört es sich auch bestraft, WENN die Geschwindigkeitsbegrenzung (Schulen, Unfallschwerpunkten) gerechtfertigt ist! Wenn ich aber über die Autobahn tuckel, auf der normalerweise keine Begrenzung ist und dann - plötzlich für ein paar Stunden - innerhalb von 200m in einer Kurve auf 80km/h herunterbegrenzt wird, dann ein Blitzer steht und 300m weiter die Begrenzung wieder aufgehoben wird, dann ist das ABZOCKE! Achso. Ein paar Stunden später waren wieder keine Begrenzungsschilder mehr da!!
  • kroetenschild
    Dienstag, 13.11.2012, 09:32 Uhr
    Ganz einfach:der staat ist pleite,der euro wird künstlich hoch gehalten und die politiker leben in saus und braus.nun noch eine frage:wer bezahlt dies? fast immer oder größtenteils,natürlich der autofahrer.elendige abzocke hoch zehn.
  • Spiesser1962
    Freitag, 02.11.2012, 16:00 Uhr
    Um das Ganze mal auf den Punkt zu bringen: Ich finde, Blitzer sollten alle paar hundert Meter stehen. Wer geblitzt wird, zahlt proportional prozentual von seinem Bruttomonatseinkommen. Also wer 10km/h zu viel hat, zahlt dann 10% vom Brutto. Und das Beste an dieser Vision: Es wird so kommen! :D In Deutschland sind die Strafen noch sehr viel billiger als im übrigen europäischen Ausland. Das wird dann schon "EU-geregelt"werden. Da bin ich mir sicher!
  • DieErlkoenigin
    Freitag, 02.11.2012, 10:47 Uhr
    Ja, Vögel gibt's halt überall, nicht nur auf Bäumen.
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