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21.11.2012, 16:12 Uhr

Mit Technik gegen Geisterfahrten

(cfl) - In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Geisterfahrten mit katastrophalem Ausgang. Neben einer besseren Beschriftung oder Beschilderung auf den Straßen kann die Technik in den Autos eine Rolle spielen, um verheerende Unfälle zu verhindern. Mit Hochdruck arbeiten die Autobauer an entsprechenden Lösungen. Ideen gibt es viele, wenn auch einige noch Zukunftsmusik sind.

Kameragestützte Assistenzsysteme

Eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe füttert bei Mercedes-Benz hoffentlich "in wenigen Jahren" den Verkehrszeichen-Assistenten für die S-Klasse. Bei Einfahrverboten mit entsprechender Beschilderung erfolgt eine optische und akustische Warnung.

Auf der Autobahn 94 in Bayern fuhr eine Frau in einen Lastwagen. >

Der schwäbische Autobauer ist nicht der einzige Anbieter, der an einem solchen System arbeitet. Kameragestützte Helfer wird es bald auch bei der Konkurrenz geben. Denkbar ist, dass das Fahrzeug nicht nur vor einer falschen Aktion warnt, sondern aktiv das Tempo drosselt oder sogar den Motor abschaltet.

Vernetzung des Verkehrs

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Car-to-Car-Kommunikation. An der Vernetzung von Wagen arbeitet unter anderem BMW. Mit der Funktion Geisterfahrerinformation sollen andere Fahrzeuge gewarnt werden, indem die Gefahr an eine Meldezentrale weitergeleitet wird und in Form von visuellen und akustischen Signalen in Navigationsgeräten dargestellt wird.

Auf dem Weg zum vernetzten Datenaustausch gibt es jedoch Hindernisse. "Leider haben die Forschungsarbeiten gezeigt, dass sowohl rechtliche (wie Haftung bei Systemfehlern), als auch technische Rahmenbedingungen (wie fehlendes digitalisiertes Kartenmaterial) die Möglichkeiten des Einsatzes eines derartigen Fahrerassistenzsystems beschränken", berichtet Dr. Werner Huber, Teamleiter Fahrerassistenz und Perzeption bei der BMW Group Forschung und Technik.

Gute Nachrichten gibt es jedoch vom Projekt "Car-to-Car Communication Consortium" (C2C-CC), an dem unter anderem Audi, Opel, Honda, VW, Volvo, Peugeot, Renault, BMW und Daimler beteiligt sind. Die Mitglieder haben sich Anfang November auf einen gemeinsamen Übertragungsstandard geeinigt. Ab 2015 sollen mit Hilfe von C2C-CC von den beteiligten Fahrzeugen fortlaufend Daten wie Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung erfasst werden. Bei einem falschen Abbiegen könnte dann der potenzielle Geisterfahrer sowie die Umgebung gewarnt werden.

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38 Meinungen zu "Technik gegen Geisterfahrten"

  • hardy1971
    Sonntag, 17.03.2013, 14:03 Uhr
    für Abbiegespuren kann man Dicke Richtungspfeile auf die Straße malen. Warum werden die Auf u. Abfahrten der Autobahnen nicht auch so markiert? Schön dicke fette Richtungspfeile mit Lechtfarbe.
  • arid1
    Samstag, 23.02.2013, 10:22 Uhr
    An den Ausfahrten der AB müßten seitlich einige Poller stehen, von denen ein Signal ausgeht, wenn das Stück falsch befahren wird und automatisch den Wagen zum Stillstand bringen. Erneutes Starten erst nach Werkstattbesuch möglich (dazu kommt die Blamage und die entsprechende Rechnung !!) !
  • menpowerohne
    Freitag, 18.01.2013, 12:22 Uhr
    Ist das nicht komisch, kaum bringen die einzelnen Fernsehen-Sender berichte über Geisterfahrer bzw. durch die chaoten verursachte schweren Unfälle, da fahren plötzlich wöchentlich wie tickende Zeitbomben fast jeden Tag Geisterfahrer auf Deutschlands Straßen und bringen sich und alle anderen unschuldigen Verkehrsteilnehmer in Not bzw. in eine lebensgefährliche Lage
  • Martin991
    Freitag, 11.01.2013, 15:29 Uhr
    Naja Nocommet81 Es könnte ja eine Abschaltung eingebaut werden, wie bei Pollern in Innenstädten oder so.
  • Martin991
    Freitag, 11.01.2013, 15:27 Uhr
    Ich persönlich wäre Ja für eine Art Nagelband in der Ausfahrt, die bei falschem Befahren der Ausfahrt, die Reifen zersticht. Sowas in der Art gibt es ja an Anderen Orten schon.
  • Brahma27
    Donnerstag, 03.01.2013, 10:03 Uhr
    Otmar: das hat nichts mit Altersdiskriminierung zu tun. Jeder erfahrene, sich selbst realistisch einschätzende Mensch sollte einsehen, das gewisse Einschränkungen mit dem Alter kommen! So eine Untersuchung halte ich persönlich für absolut sinnvoll, zumal in dem Alter öfter mal beim Arzt gesessen wird... (also kein Umweg)
  • nocomment81
    Mittwoch, 02.01.2013, 08:56 Uhr
    Krallen funktionieren leider nicht, da der Rettungsdienst häufig auch in Gegenrichtung auf die Autobahnen auffahren muss, um die Unfallstellen zu erreichen.
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