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06.12.2012, 11:22 Uhr

TÜV-Report: Schon junge Autos patzen bei der Prüfung

Berlin (dpa/tmn) - Jedes fünfte Auto in Deutschland fällt beim TÜV durch, weil es erhebliche Mängel aufweist. Besonders häufig beanstandeten die Prüfer die Beleuchtungs-, Brems- und Auspuffanlagen, so der TÜV Report 2013. Erstaunlich: Auch junge Fahrzeuge sind betroffen.

Wenn alte Autos durch die Kfz-Hauptuntersuchung (HU) rasseln, verwundert das kaum: Mit den Jahren machen Rost und Verschleiß einem Wagen zunehmend zu schaffen. Erstaunlicher ist da, wie viele junge Fahrzeuge mit Mängeln bei der HU auffallen - oder sogar durchfallen: Nach nur drei Jahren hat jeder achte Wagen (12,9 Prozent) leichte Mängel, und 6,1 Prozent haben erhebliche Mängel. Das ergibt sich aus dem neuen TÜV-Report 2013, für den rund 8,1 Millionen HU-Prüfungen zwischen Juli 2011 und Juni 2012 ausgewertet wurden.

"Die Mängelquote bei den zwei- bis dreijährigen Wagen zeigt, dass es verschleißanfällige Fahrzeugteile gibt, die bereits in jungen Autojahren ausfallen können", erklärt Johannes Näumann vom Verband der Technischen Überwachungs-Vereine (VdTÜV). "Am häufigsten gehört dazu die Beleuchtung." Vereinzelt würden auch Defekte an Achsen, Lenkung, Auspuff oder Bremsen junger Wagen beanstandet.

Für Halter junger Fahrzeuge sind Mängel natürlich ein besonderes Ärgernis - vor allem, wenn sie die HU-Plakette nicht bekommen. "Das zeigt aber auch, dass junge Autos genauso verantwortungsvoll gewartet und gepflegt werden müssen wie ältere", sagt der VdTÜV-Sprecher. Die Beleuchtung könne jeder selbst regelmäßig kontrollieren. Flecken auf der Garageneinfahrt deuteten auf Ölverlust hin. "Und wenn eine Warnlampe im Cockpit aufleuchtet oder sich das Fahrverhalten eines Autos spürbar verändert, wird ein Werkstattbesuch besser nicht mehr auf die lange Bank geschoben", rät Näumann.

Dem Mängelreport zufolge hatten die TÜV-Prüfer unter den Autos im Alter bis drei Jahren am wenigsten am VW Polo zu beanstanden, gefolgt vom Mazda3 und Audi Q5. Der Anteil der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln lag bei diesen Modellen zwischen 2,2 und 2,8 Prozent. Schlusslichter bei den jungen Wagen sind der Daihatsu Sirion, Fiat Doblo und Dacia Logan, von denen bei der ersten HU ihres Autolebens 12 bis 13,3 Prozent erhebliche Mängel aufwiesen. Im Schnitt haben dreijährige Autos 47 000 Kilometer auf dem Tacho.

Die Quote der erheblichen Mängel bei Autos aller Altersklassen hat sich insgesamt leicht erhöht: Jeder fünfte Wagen (20 Prozent) fiel im ersten Anlauf durch die HU (TÜV-Report 2012: 19,7 Prozent). Komplett mängelfrei waren laut dem VdTÜV nur 55,1 Prozent (TÜV-Report 2012: 53,9 Prozent).

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14 Meinungen zu "Jedes fünfte Auto fällt durch"

  • S1ck60y85
    Freitag, 07.12.2012, 10:03 Uhr
    trau´ keiner statistik, die du nicht selbst gefälscht hast! die prüfgeschichte alle zwei jahre ist reine abzocke - was verschwiegen wird: der mängelkatalog wurde geändert - was früher noch eine kleinigkeit war (z.b. defekte standlichtbirne) taucht heute als "erheblicher mangel" auf! honi soit qui mal y pense?! technische überwachung ist ja in ordnung - aber nicht dieses elende "da finde ich aber keine korrekte prüfnummer drauf, damit wird das nix" bei einem teil das eindeutig besser ist als das original! die "organisationen" haben freie hand, ein oligopol und sind gewinnorientiert - herz was willst du mehr?
  • Fridozzge
    Freitag, 07.12.2012, 08:34 Uhr
    Dieser Abzockerladen ( TÜV, Dekra etc. ) geht mir auf den Senkel. Was geht es eigentlich einen TÜV an, ob ich einen kleinen Steinschlag auf der Windschutzscheibe habe ? Man will Alles und Jedes prüfen und begutachten und beim Auto das möglichst auch noch im Jahrestakt. Bei mir haben sie mal ein angeblich ausgebleichtes Orange an der Blinkerleuchte moniert. Ich hab gerade noch so den Segen des TÜV bekommen. 2 Jahre später und auch 4 Jahre später wurde dieser Punkt nicht beanstandet, obwohl ich nichts ausgetauscht hatte. Wahrscheinlich ein Fall von Selbstheilung.
  • ExtremUser
    Freitag, 07.12.2012, 08:33 Uhr
    Im Sommer wurde der Mazda (Baujahr 1995) von meiner Frau beim TÜV-Süd von 3(!) Prüfern genau 40 Minuten "begutachtet". Die haben sogar in die Tanköffnung gesehen etc. Ergebnis für einem werkstadtgepflegten, 2-Hand-PKW: erhebliche Mängel! Beispiel: - unterschiedlich helle Blinkerbeleuchtung (sieht man aber eigentlich immer nur von einer Seite einen PKW, oder?) - Nebelscheinwerfer zu dunkel (sind originale von Werk in GELB!) - Sportfahrwerk nicht eingetragen (hatte vorher die Papiere dem Prüfer in die Hand gedrückt) Soviel dazu von mir. Nicht vergessen, der TÜV (wie die anderen Orgas auch) sind gewinnorientierte GmbHs!
  • philc1000
    Freitag, 07.12.2012, 08:28 Uhr
    TÜV Berricht hin oder her,die neuen schärferen Tüvkriterien sind total übertrieben! Durchgefallen wegen einer defekten Kennzeichenleuchte oder defekten Wischerblattes,absolut lächerlich! Unfallstatistiken zeigen,dass nur zu einem verschwindend technische Mängel die Unfallursache waren!Deshalb war auch die Diskussion vom jährlichen TÜV für ältere Autos überflüssig.Es geht nur darum, Geld abzugreifen! Appropo Geld bzw Betriebskosten eines Autos:Auch die zwischenzeitlich allgemeinen Reparaturkosten neben dem TÜVkosten darf man nicht vergessen! Fahre selbst alte Fiats zwischen 15 und 30 Jahre und hören auf die Namen Regata,Argenta und Tempra.Die TÜVmängel sind meist sogar geringer als bei Autos von deutschen Premiumautos.Genau wie die allgemeinen Reparaturen: Mehrer Bekannte hatten Reparaturen bei Oberklassewagen-ca 4 - 8 Jahre: Motorschaden, die "berümten" weichen Nockenwellen beim 6 Zylinder TDI 2,5 L Motor(Serienfehler),kurze Zeit später ging das Automatikgetriebe kaputt.Reparaturkosten an die 8000€ !!!Da ist ein Luftmassenmesser von 300€ geradezu Peanuts! Bin froh,das ich keinen dieser "tollen" Reparatur-Premiumautos fahre !!!
  • JaneLane
    Freitag, 07.12.2012, 08:21 Uhr
    Kein Wunder, so eine Reparatur kostet heutzutage ja auch ein Vermögen das sich kaum noch jemand leisten kann. Ich selbst müsste auch einiges an meinem Auto machen lassen, aber habe leider noch nicht im Lotto gewonnen...
  • wolf9876
    Freitag, 07.12.2012, 08:00 Uhr
    Das liegt auch daran, daß viele erstmal zum TÜV fahren, und dann das reparieren, was nicht ok ist. Wenn man vorher in die Werkstatt fährt, wird es u.U. viel teurer. Mein 17 Jahre alter Golf ist ohne Probleme durchgekommen, lediglich die flexiblen Bremsleitungen zu den Hinterrädern mußten vorher getauscht werden! Der TÜV sucht wahrscheinlich mal wieder verzweifelt nach neuen Abzockmöglichkeiten .....
  • opa50
    Freitag, 07.12.2012, 07:49 Uhr
    TÜV-Jammern auf sehr hohem Niveau. Oder bauen die Autohersteller extra für Deutschland schlechtere Autos???
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