ADAC warnt vor Geisterfahrern an den Wochenenden
Der ADAC stellt fest, dass an Samstagen 20 Prozent und an Sonntagen 23 Prozent aller Geisterfahrten passieren. Unter der Woche ist das Risiko deutlich geringer, auf einen Falschfahrer zu treffen. An den Werktagen gingen jeweils elf bis zwölf Prozent der Falschfahrermeldungen ein. Insgesamt wurden 2010 und 2011 rund 1.900 Geisterfahrer pro Jahr gemeldet.
Häufigste Geisterfahrten auf der A661
Der ADAC zählte auf der A661 bei Darmstadt mit 50 Falschfahrern die meisten Meldungen. Dahinter folgen die A98 bei Weil am Rhein mit 30 und die A643 bei Mainz mit 23 Geisterfahrern. Insgesamt seien 30 Strecken "besonders auffällig" – vor allem Autobahnen mit dreistelliger Nummer.
Die Untersuchung beschreibt auch, wie Autofahrer zu Geisterfahrern werden. Rund 51 Prozent der Falschfahrer beginnen mit einem Fehler an der Anschlussstelle, etwa 17 Prozent an Autobahnkreuzen oder an Autobahndreiecken. Nur rund elf Prozent werden auf freier Strecke zu Geisterfahrern.
Kurze Strecken bergen größtes Risiko
Das erklärt auch, warum Autobahnen mit dreistelliger Nummer "besonders auffällig" sind. Diese dienen oft als Zubringer- oder Verbindungsstrecken zu größeren Autobahnen. An oftmals verwirrenden Anschlussstellen oder Autobahnkreuzen verirren sich Autofahrer am häufigsten. Kurze, oft wenige Kilometer lange Strecken bergen somit das größte Risiko, auf einen Geisterfahrer zu treffen.
Der ADAC fordert deswegen, dass an allen Anschlussstellen und Rastanlagen neonfarbene Warntafeln angebracht werden müssen. In Österreich hätten diese zu weniger Geisterfahrten geführt. "Bewusste Falschfahrten kann man aber nie ausschließen", sagte ein Sprecher des ADAC.
Dazu erhöht sich zu bestimmten Uhrzeiten die Gefährdung durch Falschfahrer. Zwischen 20 und 5 Uhr morgens häufen sich Geisterfahrten. Von 5 bis 9 Uhr besteht das geringste Risiko, auf einen Falschfahrer zu treffen. Darüber hinaus gingen die meisten Meldungen im Jahr 2010 und 2011 zwischen August und Oktober ein, die wenigsten im Februar und März.
Stadtstaaten besonders gefährdet
Die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sowie das Saarland sind deutlich öfter von Geisterfahrten betroffen als andere Bundesländer. Der ADAC vermutet, dass dies an der höheren Dichte von Anschlussgebieten in den Regionen liegt.
In ostdeutschen Ländern besteht weniger die Gefahr, auf einen Falschfahrer zu treffen. Dort sind die Autobahnen neuer, nach aktuellen Richtlinien gebaut und Wegweiser sowie Schilder befinden sich laut ADAC in einem besseren Zustand.
"Jedes Jahr kommen etwa 20 Menschen bei Unfällen ums Leben", sagte ein Sprecher des ADAC. Im Herbst 2012 kam es in Deutschland vermehrt zu Unfällen mit Geisterfahrern. Im November starben sechs Menschen bei einem Crash auf der A5 bei Offenburg.
44 Meinungen zu "Vorsicht, höchste Crashgefahr"
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Muckel62
Sonntag, 17.03.2013, 13:01 Uhr Ich denke,dass die einzig wirksame Maßnahme der Einsatz der Kralle ist. Sie schützt auch Unschuldige vor Selbstmördern,denen auch das in Österreich eingeführte Schild egal ist. Sicherlich ist sie sehr kostenaufwändig.Wenn dadurch aber schon ein Menschenleben gerettet wird,hat sich doch die Ausgabe schon "gelohnt". Wobei das Wort gelohnt eigentlich fast zynisch ist,denn kann man überhaupt ein Menschenleben in Geld aufwiegen? -
Tranx
Mittwoch, 16.01.2013, 15:20 Uhr Hudege44: Was ich mit dem Beispiel zeigen wollte, war nicht, dass man dort in die falsche Richtung fahren kann (statt Duisburg - Dortmund), sondern dass bei einer Abfahrt plötzlich die linke Spur (nach links gehend) richtig ist. Nun stell Dir das Ganze auf einer Auffahrt vor, Du bist in der linken Spur udn die geht beim Auffahren nach links. Da würdest Du doch panisch, oder? Besonders wenn Du die Gegend nicht kennst. Ich weiß ja, dass Duisburg richtig ist und dass es eben nach links dort richtig ist. Nur eben auf jeder x-beliebigen Auffahrt nicht. Die Fahrspuren der auffahrt und Abfahrt müssen meines Erachtens sauber getrannt sein und nicht nur durch eine durchgezogenen Linie. -
huawahans
Samstag, 12.01.2013, 09:45 Uhr Der ADAC spricht davon, daß diese Warntafeln in Österreich zu wenigern Unfällen mit Geisterfahrern geführt haben. Die Östereicher, bzw. die ASFINAG haben diese Tafeln wegen Nutzlosigkeit längst wieder abmontiert. Som schauts aus! -
Hausdach
Freitag, 11.01.2013, 17:35 Uhr Eine Möglichkeit, die Zahl der Falschauffahrten auf deutsche Autobahnen zu senken, sehe ich darin, die gelb-schwarz-roten Warnschilder zu installieren, mit denen die Österreicher gute Erfahrungen gemacht haben. Es ist eine unter vielen Möglichkeiten, aber eine, die am schnellsten realisierbar wäre. Für die Menschen, die bei einem Crah zu Schaden oder sogar ums Leben kommen, ist es ein schlimmes, furchtbares Ereignis. Daher sind nicht nur Herr Ramsauer, sondern auch Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, sich für diese Problematik wirklich zu interessieren und zu engagieren. -
11er
Freitag, 11.01.2013, 17:28 Uhr da muss sicher ein "geisterfahrer" einen der verantwortlichen oder angehörigen selbst treffen. erst dann wird sich was ändern. solange diese verkehrsexperten nicht persönlich betroffen sind, geht denen das am arsch vorbei. das ist überall so. ob es radarmessungen von stationären kästen sind oder mobil. einhaltung von verkehrsvorschriften interessiert 90% der verkehrsteilnehmer nicht.sogar die polizei fährt auf gewöhnlicher streifenfahrt zu schnell. die parken an der frittenbude auf dem gehweg.die benutzen mit ihrem privat-pkw behinderten-und mutter mit kind parkplätze. und das in uniform, sonst wüsste ich es nicht. es kann n i c h t sein, das es keine möglichkeit geben soll, diese "geisterfahrten" zu verhindern. klar, wer sich unbedingt umbringen will, der findet immer einen weg. auch den weg des "Geisterfahrers", wie heute wieder bei münchen geschehen. nur ist es so, das die wenigsten von diesen deppen sich umbringen wollen. -
Torry11
Freitag, 11.01.2013, 17:17 Uhr Ich schließe mich hier den Schreibern hier an. Herr Ramsauer endlich mal aufwachen. Wenn es um Abzocke durch Laser oder Blitzer geht, ist die Ausrede es geht um die Verkehrssicherheit immer gleich parat. Wo aber Verkehrssicherheit aber enorm wichtig ist ( Geisterfahrer ) da wird an Schildern bzw. Überlegungen gespart. Verlogene Welt. -
russbaer
Freitag, 11.01.2013, 15:35 Uhr Ja, es stimmt schon, daß uns schon seit längerem die Österreicher vormachen, wie es geht. Herr Ramsauer aufwachen!!! Und nicht erst im Ldkrs.Traunstein testen was in AU schon lange funktioniert.
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