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11.07.2012, 13:50 Uhr

Zahl der Studienanfänger ohne Abitur steigt

Gütersloh (dpa/tmn) - Studium ohne Abitur: Das geht, auch wenn es wenige wissen. Dabei versuchen Wirtschaft und Gewerkschaften seit Jahren, die Hochschulen für Meister und beruflich Qualifizierte ohne Abitur zu öffnen. Die Zahl der Studienanfänger belegt erste Effekte.

Die Zahl der Studienanfänger ohne Abitur steigt. Das geht aus einer neuen Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervor. Danach hat es 2010 unter den Erstsemestern bundesweit 9.241 gegeben, die keine klassische Hochschulzugangsberechtigung haben. Im Jahr 2007 waren es nur 3.940. Damit haben inzwischen rund 2 Prozent aller Studienanfänger im gesamten Bundesgebiet keine schulische Hochschulzulassung.

Überdurchschnittlich stark vertreten sind die Erstsemester ohne Abitur oder Fachabitur in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Hier machen sie zwischen 4,2 und 2,2 Prozent aus. Schlusslichter sind das Saarland, Sachsen und Thüringen. Hier liegt die Quote zwischen 0,4 Prozent und 0,9 Prozent.

Alle News vom: 11. Juli 2012 Zur Übersicht: Beruf

15 Meinungen zu "Viele studieren ohne Abitur"

  • fjk
    Sonntag, 27.01.2013, 13:04 Uhr
    Man beschwert sich über das Niveau der Schüler und Studenten! Aus Abi nach 13 Jahren wird dann eins von 12. Die entsprechenden Schüler werden dann sicherlich nieveauvoller! Man will aus Meistern Ingenieure machen! Meister, die vier Grundrechenarten beherrschen, aber nie etwas von Differentialrechnungen gehört haben! Und dann wahrscheinlich in drei Jahren das erreichen, wozu früher knapp sechs Jahre nötig waren! (Durchschnittsstudiendauer Dipl.-Ing. Maschinenbau vor 30 Jahren 11,7 Semester) Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!
  • MollyMalone67
    Freitag, 07.09.2012, 10:24 Uhr
    @iduna: Kleiner Nachtrag: Mir geht es immer um die Studierenden, was sich auch in meinen Bewertungen, sowohl seitens des Arbeitgebers, als auch seitens meiner "Opfer" widerspiegelt. Ich habe selber an einer sehr angesehenen Universität studiert und großes Glück mit meinen Dozenten gehabt, wiewohl es dort auch welche gab, denen es nur um ihr Renommé ging und denen die Studis völlig egal waren. Da ich solche Dozentur ablehne, konzentriere ich mich in der Tat auf die Studierenden, denn um diese geht es, um ihre Zukunft. Ich weiß jedoch, dass das nicht jeder Dozent so handhabt, was ich als verfehlt empfinde.
  • MollyMalone67
    Freitag, 07.09.2012, 10:18 Uhr
    @iduna: Das stimmt, wie auch viele Lehrer erbarmungswürdigen Unterricht machen. :-) Aber eben nicht alle. :-) @Drotzi: Sicherlich ist dies möglich. Das habe ich auch nicht bestritten. Es geht nur oft die Sage, ein jeder könne ein Studium stemmen. Das sehe ich durchaus anders - anhand meiner Erfahrungen.
  • iduna
    Donnerstag, 06.09.2012, 07:45 Uhr
    MollyMalone67 >>>@notting: Absolut richtig. Ich bin selber als Dozentin an einer Hochschule tätig und kann das, was Sie hier anführen, nur bestätigen. Ein guter Meister muss nicht zwingend ein guter Ingenieur (z. B.) sein, wie auch umgekehrt. Aber heutzutage soll ja auf Biegen und Brechen jedem ein Studium ermöglicht werden.<<< Eine Dozentin muss auch nicht zwingend einen guten Unterricht machen. Ich selbst habe in einer Spezialgruppe eine Hochschulstudium absolviert ohne ein Abitur zu haben. Das Studium wurde speziell auf uns zugeschnitten. Es handelte sich um ein berufsbegleitendes Studium, allerdings noch in der DDR. Fast alles, womit ich mich dort beschäftigen durfte, war für mich später anwendbar. Nach dem Ende der DDR habe ich ein zweites berufsbegleitendes Studium absolviert. Von dem, was man dort für wichtig hielt, konnte ich in der Praxis kaum etwas brauchen. Als ich mich einmal bei meinem Prof. deshalb beschwerte, bekam ich die tolle Antwort, mit den Niederungen in denen sie arbeiten können wir uns hier nicht beschäftigen. Hier erhalten sie die Voraussetzungen wissenschaftlich zu arbeiten. Komisch, das wollte ich nicht. Meine Schüler hätte ich mit diesen Höhenflügen nicht erreicht. Also ist für mich die Frage, wenn Praktiker studieren, dann sollte das zugeschnitten werden. Oft habe ich das Gefühl, dass Absolventen der Hochschulen wirklich lebensfremd gebildet werden. Es geht meiner Meinung nach in erster Linie um die Dozenten und nicht um die Studenten.
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