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21.11.2012, 13:55 Uhr

Stress in der Grundschule: Wie man Kinder dagegen wappnet

Berlin (dpa/tmn) - Klassenarbeiten, Hausaufgaben, Leistungsdruck: Jeder dritte Zweit- und Drittklässler klagt laut einer Umfrage über Stress in der Grundschule. Eltern sollten zusehen, dass nicht schon morgens Hektik aufkommt - und nachmittags für Ausgleich sorgen.

Bereits jeder dritte Zweit- und Drittklässler gibt an, von der Schule gestresst zu sein. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage an knapp 5000 Kindern zwischen sieben und neun Jahren hervor, die der Deutsche Kinderschutzbund zusammen mit anderen Initiatoren am Mittwoch (21. November) in Berlin vorgestellt hat.

Demnach ist die Schule für die Kinder fast bundesweit der meistgenannte Stressfaktor, noch vor "Ärger und Streit" und Auslösern in der Familie. Bereits ein Viertel der Zweit- und Drittklässler fühlt sich oft oder sogar sehr oft gestresst.

Doch auf welche Weise können Eltern ihren Kindern beistehen? Zunächst einmal sollten sie dafür sorgen, dass zu Hause nicht schon beim Aufstehen Hektik aufkommt und die Kleinen gut in den Tag starten, erläutert Stefan Drewes vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). "Das Familienleben ist hektischer geworden. Die Eltern sind morgens oft schon vor den Kindern aus dem Haus", sagt Drewes. Ein gemeinsames Frühstück und rechtzeitiges Aufstehen könnten aber dafür sorgen, dass die Kinder mit einem guten Gefühl zur Schule gehen.

Haben Eltern das Gefühl, ihr Sohn oder ihre Tochter erlebt in der Schule viel Stress, sollten sie die Gründe dafür herausfinden: Sind es Konflikte mit anderen Kindern? Oder bestimmte Fächer? Auch vor Klassenarbeiten fühlten sich Schüler häufig unter Druck gesetzt. Dem könnten Eltern entgegenwirken, indem sie Rücksprache mit dem Lehrer halten und erfragen: Wo steht mein Kind, wo kann ich mit ihm noch üben? "Das sollte aber mit etwas Vorlauf passieren und nicht erst einen Tag vor der Arbeit", sagt Drewes, der Vorsitzender der Sektion Schulpsychologie beim BDP ist.

Wichtig sei auch, dass Kinder am Nachmittag einen Ausgleich zum Lernen und Stillsitzen in der Schule haben. Dabei sollte aber nicht die Leistung im Vordergrund stehen: "Also nicht noch im Fußballverein darauf achten, dass mein Kind der Beste ist", sagt Drewes. Hobbys sollten spielerisch betrieben werden. Damit das Kind genug Ruhe bekommt, muss aber auch Leerlauf möglich sein: "Kinder dürfen auch einmal Langeweile haben, sie kommen dann zur Ruhe und können neue Ideen entwickeln."

Nicht nur Pommes und Mayo

In der Umfrage zeigte sich auch, dass Kinder erstaunlich viel darüber wissen, was sie gesund hält. Mehr als die Hälfte weiß, wie sie sich am besten entspannen und Druck abbauen kann. Zwei Drittel kennen viele Bewegungsspiele und die meisten gehen nach draußen, um sich dort auszutoben (70 Prozent). Zum Vergleich: 40 Prozent entspannen vor dem Computer. Mehr als die Hälfte würden sich zudem gerne häufiger einfach mal ausruhen. Fast schon überraschend ist das große Gesundheitsbewusstsein, das die Sieben- bis Neunjährigen zeigen: Vom allseits akzeptierten Sinn des Zähneputzens bis hin zum ausgeprägten Faible für Obst und Gemüse, das vier Fünftel der Kinder oft bis sehr oft konsumieren.

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6 Meinungen zu "Grundschüler spüren Stress"

  • Wahlviech
    Mittwoch, 05.06.2013, 07:56 Uhr
    Nicht die Schüler "beklagen" Stress sondern die Sprachrohre der Eltern, die ihre Kinder dazu mißbrauchen.
  • Enodia
    Montag, 03.06.2013, 17:02 Uhr
    Bei dem Artikel kann man doch eigentlich wirklich nur noch mit den Augen rollen... Sicherlich haben sich die Anforderungen an die Knirpse von heute geändert. Immerhin gibt es einiges an Neuerungen. Auch schon im Vergleich von meiner Schulzeit zu der meiner 10 Jahre jüngeren Schwester. Auch zu meiner Schulzeit bedeuteten Prüfungen und Arbeiten "Stress". Einfach deswegen, weil man doch noch mal eine Schippe drauf gelegt hat zum Lernen. Prüfungsängste gab es da auch schon. Bockig, faul und unlustig war ich als Schülerin auch. Und könnte mich heute dafür in den A**** beißen, weil meine Noten sonst sicherlich noch mal besser ausgesehen hätten. Aber das was heute in der Schule als Stress gewertet wird ist nichts Anderes als das, was wir auch schon hatten. Nur haben sich meine Eltern noch mit mir hingesetzt und gelernt wenn sie merkten ich komm nicht rum ums Eck. Wir haben als Schüler auch selbstständig Lerngruppen gebildet und der Großteil meiner damaligen Lehrer (Deppen hatte ich auch) nahm sich auch nach dem regulären Unterricht die Zeit auch mal etwas genauer zu erklären wenn man gar nicht durchgeblickt hat. Ich muss sagen, Freigeist hat Recht. Wenn ich allein den Unterschied der heutigen Eltern und Lehrer zu ihren Vorgängern sehe ist es ein Trauerspiel. Es wird sich doch gar nicht mehr um die Kleinen gekümmert. Anstatt dass die Eltern mit ihren Kindern vielleicht kleine Lernspiele spielen o.Ä. werden sie vor den Fernseher abgeschoben wo sie dann von GNTM oder DSDS berieselte werden. Lehrer, selbst wenn sie Missstände dieser Art bemerken würden, reagieren in vielen Fällen (zum Glück gibt es ja auch Ausnahmen) ignorant. Nur nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Könnte ja Arbeit bedeuten und unter den Kollegen unangenehm auffallen... Natürlich ist es jetzt sehr allgemein gehalten und ich sag nicht, dass es überall und immer so ist. Aber es fängt eben schon im Elternhaus an wie die Kinder auf "Stress" reagieren und ins Leben starten. Die Verantwortung kann man nicht abgeben.
  • Bobias
    Sonntag, 03.02.2013, 11:37 Uhr
    Woher weiß denn ein Zweit- oder Drittklässler überhaupt was Stress ist??? Natürlich wird den Kleinen das nur von den jammernden Eltern eingebläut. Selbstverständlich finden die faulen Eltern, dass die Kinder zu viel lernen müssen und zu viel Hausaufgaben haben - die Kinder lernen in der dritten Klasse ja schon Dinge, die den geistigen Horizont der Hartz IV Eltern übersteigen. Ich bin seit über 20 Jahren im Verein in der Jugendarbeit tätig und erlebe sowohl die Kinder als auch die Eltern. Wenn es um irgendwelche freiwilligen Helfer geht, helfen immer die, die beruflich überdurchschnittlich viel tun - die anderen, die eine geregelte 35 Stunden Woche haben oder arbeitslos sind oder gar Hartz IV Empfänger sind, jammern nur, wie wenig Zeit sie haben, und dass sie deshalb nicht helfen können. Und genau diese Bevölkerungsgruppe ist auch der Meinung, dass die Kinder zu viel Stress haben - und erziehen dadurch ihre Kinder zu den Sozialversagern der Zukunft. Es wäre interessant zu wissen, wie die befragten Kinder denn ausgesucht wurden???
  • Freigeist1
    Donnerstag, 22.11.2012, 08:17 Uhr
    Wenn ich das schon höre rollen sich mir die Fußnägel hoch! Wie bekloppt sind denn unsere Forscher heute?? Logisch, dass die Kinder in der Schule Stress haben. Wenn die Eltern, teilweise, den Kindern vorleben – alles Stress – weil sie selbst zu dumm oder zu faul sind sich mit ihrem Nachwuchs zu beschäftigen und ein wenig, spielerisch, auf das Leben vorzubereiten! Aber das würde für die gestressten Eltern ja Stress bedeuten! Es ist doch wirklich traurig wenn einige Leute, die heute aus den Schulen entlassen werden, nicht Mal in der Lage sind ihren eigenen Namen richtig zu schreiben. Habt ihr heute schon Mal in die Schulen reingeschaut ? Einige Lehrer erscheinen dort wie die letzten Penner ! Schuddelige Klamotten an, unrasiert, und nur noch auf Öko getrimmt und keine Zeit, weil sie Stress haben! Einige Lehrerinnen kommen in die Schule und man fragt sich ob sie den falsch Arbeitsplatz haben - eventuell Schule verwechselt mit der Reeperbahn? Ein Ausschnitt, dass man einen sogenannten Rundumblick hat und kiloweise Kitt in Gesicht, dass der nächste Regen Furchen dort hinterlassen würde. (glaubt mir - ich bin zwar schon alt aber nicht prüde) Ich könnte mich ja nun dazu hinreißen lassen und sagen – Früher war alles besser – weil ich schon, vom Alter her, ein Auslaufmodell bin . Wenn ich, als Volksschüler, den Bildungsstand und das Verhalten vieler Schüler UND Lehrer betrachte wird mir einfach nur schlecht! Manche Lehrer laufen, völlig uninteressiert, durch ihre Klassen und wenn die wenigen, wirklich interessierten Schüler Nachfragen zum sogenannten Unterrichtsstoff haben heißt es meistens – hättest du besser aufpassen müssen! Beschwert man sich, als Elternteil, bei den Lehrern bekommt man oft die arrogante Antwort – Sie haben doch gar keine Ahnung! Sie sind doch kein Pädagoge! Dieses trifft nicht nur auf Grund- oder Hauptschulen zu, selbst an Gymnasien ist es so! Aber wie sagt man heute so schön? Unsere Jugend verblödet zu einem immer größeren Prozentsatz! Das liegt aber meistens am Elternhaus und an den Schulen! Es fehlen einfach die Konsequenzen, wie auch immer die aussehen mögen, für die Faulheit! Auch wenn mancher es nicht glauben mag, wegen meiner hier gemachten Fehler, auch ich bin zur Schule gegangen. Ich war kein einfaches Nachkriegskind! Ich war faul und aufsässig in der Schule! Aber ich wurde von meinen Elter erzogen und die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern klappte, denn unsere Lehrer wurden nicht mit ungepflegten Obdachlosen verwechselt weil sie anständig angezogen rumliefen ! Unsere Lehrer waren noch Vorbilder für uns! ...und heute ???? Aber wenn man alles nur noch macht, um eine Bestätigung für den Lohn / das Gehalt / die Besoldung zu bekommen dann sollte man lieber zu Hause bleiben oder sich einen anderen Job suchen – aber das wäre sicherlich wieder zu viel Stress für die Herrschaften! Nach meiner Meinung ist der heutige Stress einfach nur hausgemacht und beruht auf Faul – und Dummheit vieler Eltern und Lehrer! So, nun könnt ihr mich zerreißen, auch wegen meiner, hier gemachten Fehler! Also Daumen runter!!
  • LarryBrent
    Donnerstag, 22.11.2012, 07:31 Uhr
    Mei die Armen, wenn ich das schon lese, Stress in der Grundschule. Die faulen Ausreden haben sie wohl fein zu Hause gelernt, bei ihren arbeitsscheuen Eltern.
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