Gegenakzente setzen
Wer trüber Stimmung ist, sollte ganz bewusst Gegenakzente setzen und sich etwas Gutes gönnen."Fragen Sie sich, was Ihnen gut tut und nehmen Sie sich genau das für Ihre Mittagspause oder den Feierabend vor", empfiehlt Diplom-Psychologe und Coach Thomas Prünte aus Hamburg. Mit der Aussicht auf einen Kino-Abend, einen Kneipenbesuch mit Freunden oder einem Schaumbad lässt sich ein trister Arbeitstag leichter ertragen.
Den Körper und seine Bedürfnisse wahrnehmen
Schmerzen und Unwohlsein sind häufig Begleitsymptome eines Stimmungstiefs. Sie sind wichtige Warnsignale des Körpers, dass auch auf der psychischen Ebene etwas nicht stimmt. Einfach nur weiterarbeiten, ohne auf diese Hinweise zu hören, ist keine wirkliche Problemlösung. Auch die Stimmung wird dadurch nicht besser. Prünte rät, diese Warnsignale wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass sich der Körper entspannt und erholt. Entspannungsmethoden wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung können dabei genauso helfen wie ein Wohlfühlprogramm in den Pausen und am Feierabend. Trotz schlechten Wetters sollten sich Arbeitnehmer ganz bewusst in der frischen Luft bewegen. Wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang in der Mittagspause oder einem Saunagang am Abend? Auch eine gute Ernährung hilft Ihrem Körper.
Nicht zu hohe Erwartungen haben
Wer erste Anzeichen von herbstlich schlechter Laune spürt, hat in der Regel auch mit einem Leistungstief zu kämpfen. Doch wer jetzt meint, die trübe Grundhaltung mit besonders hohen Arbeitszielen vertreiben zu können, liegt falsch. Prünte empfiehlt stattdessen: "Haben Sie während eines Stimmungstiefs nicht allzu hohe Erwartungen an sich selbst! Setzen Sie sich lieber kleinere Ziele, die Sie auch wirklich erreichen können."
Gegenparole anstimmen
Viele Berufstätige gestehen sich keine schwächelnde Kondition zu. Sie handeln nach dem Motto: "Du musst das schaffen!" oder "Keine Müdigkeit vortäuschen!" Dabei übersehen sie, dass sie sich damit selbst überfordern und so die eigene Leistungsfähigkeit eher schwächen als steigern. Deshalb Prüntes Tipp: Erkennen Sie Ihre Durchhalte-Parolen und ersetzen Sie diese mit Devisen wie "90 Prozent Leistung sind in dieser Phase auch genug!"
Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft als Stimmungsaufheller
Auch die Hilfe für Andere kann ein Stimmungsaufheller sein. So verbessert die Unterstützung eines Kollegen oder der freundliche Plausch mit der Büronachbarin in der Regel die eigene Emotionslage. Sie bekommen positive Reaktionen auf Ihr eigenes Verhalten. Das wird Ihnen gut tun!
Signale verstehen
Wenn sich Ihre gedrückte Stimmung trotz aller Sofortmaßnahme in Sachen Wohlfühlen und Selbstfürsorge nicht aufhellt, ist es höchste Zeit, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Prünte: "Nehmen Sie Ihre Verstimmung zum Anlass, in sich zu gehen und sich zu fragen, was in letzter Zeit bei Ihnen schief läuft. Sind Sie gekränkt worden? Werden Ihre Bedürfnisse übergangen? Fehlt Ihnen etwas? Was wollen Sie wirklich?" Wer so seinen Problemen auf die Spur kommt, der kann über geeignete Gegenmaßnahmen nachdenken. Sein Tipp: Vielleicht ist die trübe Herbstzeit eine gute Gelegenheit, sich einmal ganz bewusst zurückzuziehen - zum Beispiel in ein Kloster - und dort grundsätzlich über das eigene Leben nachzudenken.
Literaturtipp:
Thomas Prünte: Vom Sinn schlechter Laune. Warum es gut tut, sich schlecht zu fühlen, Orell Füssli, Zürich 2010, 192 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-280-05401-7
4 Meinungen zu "Schlechte Stimmung im Job"
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schieber1
Dienstag, 08.11.2011, 09:09 Uhr Schlechte Stimmung im Job wegen des dunklen Herbsttief....................., soetwas nennt man neudeutsch "Sesionale Depression" und ein solches Leiden kann durchaus zu einem 6 monatigen Arbeitsausfall handeln, denn der oder die Betroffene muß durch einen Psychiater behandelt werden. Wenn gar nichts mehr hilft, wird in einem solchen Fall auch mal eine sogenannte Sonnenbanktherapie verschrieben. Was es nicht alles gibt. -
PrincessLukretia
Montag, 07.11.2011, 13:53 Uhr in ein kloster? O.o na dann... wie soll man sich zurückziehen und ins KLOSTER gehen, wenn man arbeiten muss?? aber der artikel erinnert mich auch mehr an frauen, als an männer und vor allem beschreibt er fast ausschließlich büro, nichts anderes. -
BrawlKirby
Montag, 07.11.2011, 12:20 Uhr @sumpfdotter: bei deinen letzten 3 sätzen musste ich gut schmunzeln danke dafür mir war eh langweilig : ) -
sumpfdotter
Montag, 07.11.2011, 11:38 Uhr Ich fühle bei jedem Wetter gleich. Die einzige Überlegung die mir das Wetter oktruiert ist die Kleidungswahl. Aber da in diesem Artikel eine Frau abgebildet ist, vielleicht spielen die Emotionen mit den Frauen ja bei anderem Wetter Karusell. Gut, ich als Mann habe keine Schuhsammlung und auch keine Taschensammlung. Vielleicht ist es beim weiblichen Geschlecht aber auch nur der Mißmut nicht mehr durch Kurven so auffällig aufmerksam haschen zu können wie im Sommer. Wer weiß das schon .......
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