Zwischenzeugnis anfordern
Wer die Stelle wechseln will, sollte ein Zwischenzeugnis anfordern. "Wenn Sie bereits fünf oder sechs Jahre auf einer Position arbeiten, können Sie auch ohne einen Führungswechsel problemlos um ein Zeugnis bitten", erklärt Karrierecoach Eva Hönnecke aus Berlin. "Vor einem Chefwechsel sollten Sie sich ohnehin um ein Zwischenzeugnis bemühen. Denn mit dem alten Chef geht auch das Wissen um Ihre Leistung.“
Wünsche formulieren
So verlockend ein Neuanfang auch sein mag, er sollte gut überlegt sein. Deshalb empfiehlt Hönnecke Berufstätigen, im Vorfeld eigene Wünsche und Ziele zu formulieren: Was soll sich im neuen Job ändern und was soll bleiben? "Klären Sie für sich, unter welchen Rahmenbedingungen Sie arbeiten wollen und gehen Sie mit diesem Anforderungskatalog auf Stellensuche."
Profil klären
Auch bei einer Bewerbung aus ungekündigter Stellung heraus sollten sich Jobsuchende über ihr eigenes Profil klar werden: "Werden Sie sich bewusst, was Sie selbst zu bieten haben", betont Hönnecke. Über welche Fach- und Sozialkompetenzen verfügen Sie? Welche Fähigkeiten konnten Sie bisher beruflich und privat unter Beweis stellen? Mit diesen Fragen lässt sich ein Profil erstellen, das sowohl die Stellensuche als auch das Verfassen von Bewerbungen erleichtert.
Selbstmarketing betreiben
Wer bisher sein Selbstmarketing vernachlässigt hat, sollte damit spätestens im Vorfeld eines Jobwechsels beginnen und das eigene Profil bei Sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn hinterlegen. Natürlich ist es nicht empfehlenswert, gleich kundzutun, dass Sie auf Stellensuche sind. Branchenspezifische Internetforen oder Blogs bieten ebenfalls eine Plattform, auf der Sie sich mit Ihrem Wissen präsentieren können.
Personalvermittler einschalten
Wer einen Job sucht, während er anderswo beschäftigt ist, hat oft wenig Zeit für die Stellenrecherche. Hönneckes Tipp: "Gehen Sie zu Personalvermittlern. Dazu brauchen Sie nicht unbedingt eine Fach- oder Führungskraft zu sein. Das spart Ihnen viel Zeit."
Selbst recherchieren
Da ein Jobwechsler nicht unter Zeitdruck steht, sollte er in aller Ruhe seine vielfältigen Netzwerkkontakte nutzen. "Intensivieren Sie Ihre Kontaktpflege und nehmen Sie alte Kontakte wieder auf", so Hönnecke. So können Beschäftigte herausfinden, wo Mitarbeiter gesucht werden und welche Firmen einen guten Ruf haben. "Oft finden Mitarbeiter bei Wettbewerbern einen neuen Job. Einige folgen auch ihrem früheren Chef in dessen neues Unternehmen."
Unternehmen kritisch betrachten
Sind Jobwechsler erst einmal zum Vorstellungsgespräch eingeladen, sollten sie sich klarmachen, in welcher komfortablen Situation sie sind. Schließlich sind sie auf die Jobofferte nicht angewiesen. Deshalb sollten sie das Jobangebot und die Firma genau unter die Lupe nehmen: Wie gut sind die Perspektiven? Wie attraktiv sind die Rahmenbedingungen? Und passen Unternehmenskultur und -werte zu den Vorstellungen des Bewerbers? Hönnecke: "Nutzen Sie Ihre gute Verhandlungsposition und nehmen Sie Einfluss auf Ihren neuen Arbeitsvertrag."
Ein guter Abgang
Ist der Arbeitsvertrag erst einmal unter Dach und Fach, sollten sich Jobwechsler im alten Unternehmen einen möglichst guten Abgang verschaffen. Schließlich trifft man sich ja bekanntlich immer zweimal. Deshalb ein Tipp zum Schluss: Sorgen Sie für eine möglichst kollegiale und reibungslose Übergabe. Bleiben Sie bis zum letzten Tag freundlich und professionell!
11 Meinungen zu "In acht Schritten zum neuen Job"
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Glubbe
Dienstag, 14.02.2012, 16:25 Uhr Xing ist in Ordnung. Für Putzfrauen, Pflegekräfte, Müllmänner, Bäcker und alle anderen Berufen aus dieser Sparte gibt es dort nicht viel..... -
amoro
Donnerstag, 19.01.2012, 17:06 Uhr War das alles? Fazit: Viel Luft um nix. -
Typhoon82
Mittwoch, 18.01.2012, 15:37 Uhr Kann Xing nur empfehlen. Ich musste mich nicht bewerben, ich wurde von meinem Arbeitgeber angeschrieben und von einigen mehr und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Auch mal ganz nett. -
Socatwin
Mittwoch, 18.01.2012, 15:34 Uhr warum sind soziale Netzwerke zu meiden? Es kommt auf den Inhalt solcher Netzwerke an. Viele Firmen arbeiten inzwischen mit sozialen Netzwerken, Ich benutze diese, um Up-to-date in meiner Branche zu bleiben. Pauschalisieren ist einfach, aber dabei auszublenden, dass viele moderne Firmen und Start-up unternehmen heutzutage mit dem Internet arbeiten und sogar eigene soziale interne Netzwerke benutzten (Salesforce z.b.) vergisst man gerne. Klar als Maurer brauch ich so etwas nicht und da ich gegen den Fortschritt bin, schreibe ich in jedem Forum was dagegen. -
superjany
Mittwoch, 18.01.2012, 09:06 Uhr @Mickymaus: "Warum sieht es so aus, als ob damit immer nur die Bürojobs gemeint sind. Gibt´s in Deutschland nur noch Sesselfurzer, oder auch Leute die was arbeiten?" Proletische Aussagen wie diese zeigen nur eins: Ein Unverständnis von Arbeit. -
Mickymaus
Dienstag, 17.01.2012, 17:36 Uhr Warum sieht es so aus, als ob damit immer nur die Bürojobs gemeint sind. Gibt's in Deutschland nur noch Sesselfurzer, oder auch Leute die was arbeiten? -
Benny97
Dienstag, 17.01.2012, 17:34 Uhr Das setzt natürlich auch eine gewissen Qualifikation seitens des Arbeitnehmers voraus. Im Gegensatz zum großen Mundwerk fehlt die den meisten... +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ In 33 Berufsjahren musste ich feststellen, dass gerade auch vielen Arbeitgebern die Oualifikation fehlt ;-)
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