Im Büro lieber "Sie" statt "Du"
Im Job ist es manchmal besser, beim "Sie" zu bleiben. Folge des pauschalen Duzens sei nämlich oft, dass Mitarbeiter den Nachnamen ihrer Kollegen nicht kennen, sagt Carolin Lüdemann, die auch Mitglied im Deutschen Knigge-Rat ist. Rufe dann ein Kunde an, der zu jemand anderes durchgestellt werden muss, werde es schnell peinlich. "Viele fragen sich dann zum ersten Mal: 'Wie heißt der eigentlich mit Nachnamen?'", sagt Lüdemann.
Noch in einer zweiten Situation führe das generelle "Du" oft zu Irritationen: Stellt sich jemand etwa einem neuen Kollegen vor, würde er konsequenterweise sagen: "Hallo, ich bin der Ralf", so Lüdemann. Peinlich werde es immer dann, wenn die fremde neue Person in der Abteilung jedoch gar kein Kollege, sondern ein Kunde sei. "Der ist dann ziemlich konsterniert, wenn sich jemand gleich mit seinem Vornamen vorstellt", so Lüdemann.
5 Meinungen zu "Pauschales Duzen birgt Risiken"
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Herrengedeck
Montag, 13.02.2012, 15:24 Uhr "Pauschales Duzen birgt Risiken" Das kann ich nur bestätigen. Meine Cousine hat sich beim pauschalen Duzen schon mal eine langwierige Nierenentzündung geholt. Seit jetzt auch mein Nachbar im Krankenhaus liegt, weil er sich durch spontanes Duzen den Magen verdorben hat, ist die Sache für mich eh gelaufen. Ich verstehe nicht, warum dieses Thema auf so wenig Interesse stößt. Muss den erst etwas noch schlimmeres passieren? Es gibt so viele Krankheiten, deren Ausbreitung durch ein rigoroses Verbot pauschalen Duzens eingegrenzt werden könnte. Wacht endlich auf! -
Herby1957
Freitag, 10.02.2012, 13:46 Uhr Das Siezen ist ein überholtes unnötiges Überbleibsel früherer Zeit. Im Englischen gibt es keinen offiziellen Unterschied zwischen Siezen und Duzen. -
GoddessBastet
Donnerstag, 09.02.2012, 17:05 Uhr Ich bin der Meinung, dass wir alle nur Menschen sind und sich deshalb niemand ein "Sonderrecht" auf solche oberflächlichen Umgangsformen nehmen sollte. Bei meiner Arbeit sind wir alle per DU und auch unseren Klienten stellen wir uns ausnahmslos mit dem Vornamen vor. So ist man mit seinen Mitmenschen immer schön auf gleicher Augenhöhe, was niemals ein Nachteil sein kann. -
LordRanek
Donnerstag, 09.02.2012, 16:35 Uhr Das ist wieder mal so eine Auslegungssache es gibt Branchen, vor allem IT, da ist es üblich die Leute mit einem DU bzw. dem Vornamen anzusprechen. Wobei nicht jedes DU gleich das private DU ist. In der Geschäftswelt verbirgt sich dahinter meist nichts anderes als ein SIE in Form des DU, wie es im Englischen üblich ist. Generell habe ich die Erfahrung gemacht das in einem DU-Arbeitsumfeld Probleme gezielter angegangen werden und Lösungen schneller bereit stehen als in der "angestauten" Welt des SIE. Mir persönlich ist es lieber mit den Kollegen über die Vornamen oder einen Du zu kommunizieren als über ein SIE. Auch die Problematik mit den Kunden sehe ich nicht so kritisch, denn auch hier gibts genügen Menschen die sich wohler fühlen wenn man Ihnen kein Sie/Ihnen um die Ohren haut. Letztlich ist es eine subjektives Empfinden und sollte nicht pauschalisiert werden. Mein Fazit lautet dennoch: Sag Ja zum mordernen DU! -
Pritt
Donnerstag, 09.02.2012, 16:10 Uhr Das DU gehört meiner Familie und wenigen ausgewählten Freunden. Ansonsten schadet es nichts beim SIE zu bleiben. Leider wird das DU immer noch falsch verstanden. Auch zu jemandem, mit dem man per SIE ist, kann man ein enges Verhältnis haben. Ich finde die DUZEREI hat überhand genommen. Alles zu seiner Zeit und an seinem Platz. Am Arbeitsplatz ist eher das SIE angesagt. Ausnahmen mögen sehr künsterische kreative Berufe sein, dort ist das DU üblich. Ich biete von mir aus selten das DU an, sehr selten... Aber wer mich duzen darf, der hat auch einen Stein im Brett bei mir!
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Der Countdown zur EURO 2012 läuft...


