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21.11.2012, 16:46 Uhr

Glückliche verdienen mehr

Dass Geld die Lebenszufriedenheit steigern kann, belegen zahlreiche Studien. Amerikanische Forscher fanden nun aber heraus, dass auch umgekehrt Glücklichsein den Weg zu mehr Geldbesitz ebnet.

Von WEB.DE Redaktionsmitglied Liliana Pfister

Die Forscher Jan-Emmanuel De Neve und Andrew J. Oswald zeigen, dass junge Menschen mit einer höheren Lebenszufriedenheit später im Leben bedeutend mehr verdienen als unzufriedenere Jugendliche und junge Erwachsene. An der repräsentativen Studie nahmen 10.000 Personen teil. An diesem Ergebnis änderten auch die Unterschiede beim Intelligenzquotienten, dem  Bildungsgrad, dem Selbstbewusstsein und der körperlichen Gesundheit der Befragten nichts. Somit schließen die Wissenschaftler aus, dass sich der finanzielle Erfolg aus diesen Faktoren ergibt.

Unzufriedenheit kostet bis zu 8.000 Dollar

Wie glücklich die Personen sich fühlten, gaben die 16-, 18- und 22-Jährigen zunächst auf einer 5-Punkte-Skala an, so das amerikanische Nachrichtenportal "latimes.com". Zehn Jahre später wurden die Gehälter der befragten Personen verglichen. Dabei kam heraus, dass entscheidend ist, wie glücklich sich der Befragte fühlt. Die Gehälter fallen extrem unterschiedlich aus. Ein Punkt weniger auf dem persönlichen Glücksbarometer eines 22-Jährigen macht 1.000 Dollar (umgerechnet etwa 780 Euro) weniger Einkommen aus. Zwischen den Schwermütigsten und den Glücklichsten beläuft sich der Unterschied sogar auf 8.000 Dollar.

Gleich ob es sich um große oder kleine Menschen handelt, die mit viel oder wenig Intelligenz und Bildung ausgestattet sind, entscheidend ist in jedem Fall ihre Lebens(un)zufriedenheit: Die Unglücklichen unter ihnen verdienen 30 Prozent weniger als der Durchschnitt und die Glücklichen liegen mit ihren Einkommen 10 Prozent über dem Durchschnitt. Letztere studierten auch häufiger, bekamen eher einen Arbeitsplatz und wurden häufiger befördert.

Positives Denken könnte reicher machen

Da der Studie zufolge das Glück in jungen Jahren so wichtig für das weitere Leben ist, sollten Jugendliche dabei unterstützt werden, sich positives Denken anzueignen. Dies würde effektiv dazu beitragen, den jungen Menschen eine finanziell erfolgreiche Zukunft zu sichern, so der Verhaltensforscher der Harvard Business School, Michael Norton, gegenüber "latimes.com".  

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