Neun verschiedene Ultra-HD-Monitore im Test.

Wirklich günstig sind 4K-Monitore noch nicht, doch mittlerweile werden Modelle zu einem Preis angeboten, der sie auch für Heimanwender interessant macht.

Obwohl Ultra-HD-Monitore mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln noch nicht allzu lange auf dem Markt sind, gibt es mittlerweile Geräte zu Preisen von rund 600 Euro. Diese relativ günstigen Modelle sind häufig mit einem IPS- oder TN-Panel ausgestattet, während die höherpreisigen 4K-Monitore meist über ein IGZO-Panel verfügen. TN zeichnet sich durch eine kurze Reaktionszeit aus, IPS-Modelle bieten dagegen einen umfangreicheren Farbraum.

Die Bildschirmdiagonale von 28 Zoll ist im Bereich der Ultra-HD-Monitore weit verbreitet: PC-Welt stellt in ihrem Test neun Monitore vor, von denen die Hälfte - ausschließlich solche mit TN-Panel - über diese Diagonale verfügen. Zudem sind im Test zwei IPS-Modelle mit 24 Zoll und drei IGZO-Monitore mit 32 Zoll enthalten. Aufgrund der hohen Auflösung reichen jedoch auch die kleineren Geräte vollkommen aus, um darauf mehrere Fenster gleichzeitig darzustellen.

Neun verschiedene Ultra-HD-Monitore im Test.

Sowohl bei der Bildqualität als auch bei der Entspiegelung gab es an keinem der getesteten Modelle etwas auszusetzen. Obwohl im Bereich der Helligkeit größere Unterschiede zwischen den Monitoren existieren, lässt sich auf allen Geräten gut arbeiten. Deutlichere Unterschiede gibt es allerdings bei der Gleichmäßigkeit, mit der die Monitore ausgeleuchtet werden: Hier fällt der Asus PB287Q im Vergleich zu den anderen Modellen ab, während der Dell Ultrasharp UP2414Q recht gute Werte erzielt. Auch beim Kontrast sind Unterschiede erkennbar: Während hier insbesondere der Dell P2815Q überzeugen kann, fällt das Kontrastverhältnis des Samsung U28D590D deutlich niedriger aus.

Alle neun getesteten Modelle zeigen Schriften und Linien in überzeugender Qualität an, die sich bei Lauftext allerdings verschlechtert. Bei der Darstellung von Fotos liefern die IGZO- und IPS-Modelle aufgrund ihres größeren Farbraums die besseren Ergebnisse. Unterschiede gibt es auch bei der Ausstattung, so beschränkt sich zum Beispiel das Samsung-Modell auf die wichtigsten Schnittstellen und kann weder gedreht noch in der Höhe verstellt werden. Auch eine Pivot-Funktion, die eine Darstellung des Monitorbilds im Porträtformat ermöglicht, lässt das Gerät vermissen. Dagegen wurde der Philips-Monitor mit zahlreichen Einstellungsoptionen sowie Lautsprechern ausgestattet.

Alle getesteten Monitore verfügen über HDMI- und DisplayPort-Anschlüsse - HDMI wird allerdings nur in der Version 1.4 unterstützt, bei der sich die Bildwiederholfrequenz auf 30 Hertz beschränkt. Für die üblichen Desktop-Arbeiten ist dies ausreichend, wer den Monitor jedoch für Spiele nutzen möchte, sollte den DP-Anschluss nutzen. Hierfür ist eine neuere Grafikkarte mit DP-1.2-Unterstützung erforderlich.

Grundsätzlich benötigen die IPS-Monitore trotz ihrer geringeren Diagonale mehr Strom. Mit Ausnahme des Philips-Modells verfügt keines der getesteten Geräte über einen echten Ausschalter, sodass die Monitore auch dann Strom verbrauchen, wenn sie gerade nicht verwendet werden - je nach Modell liegt der Verbrauch dann zwischen 0,4 und 0,8 Watt. Im Betrieb erwies sich das Samsung-Modell mit einem Verbrauch von 36,5 Watt als das sparsamste Gerät.

Als Sieger geht der NEC Multisync EA244UHD mit einer Bilddiagonale von 24 Zoll aus dem Test hervor, der durch seine gute Bildqualität und umfangreiche Ausstattung überzeugen kann. Dafür liegt allerdings sein Preis etwas höher. Als Preis-Leistungs-Sieger wurde der Philips Brilliance P-Line 288P6LJEB gewählt, dessen Bildqualität zwar nicht ganz an die des NEC-Modells heranreicht, der dafür aber über ein 28-Zoll-Display verfügt, sich gut an den eigenen Schreibtisch anpassen lässt und mit allen gängigen Anschlüssen einschließlich USB ausgestattet ist.© IDG