Ein Apple-1 ist in den USA für eine neue Rekordsumme versteigert worden. 905.000 US-Dollar lautete das Höchstgebot.

Das US-Auktionshaus Bonhams meldet die Versteigerung eines Apple-1 zu einer neuen Rekordsumme. Nach einer Bieterschlacht konnte sich das Henry Ford Museum die Rarität für 905.000 US-Dollar (etwa 715.000 Euro) sichern. Der erzielte Preis lag damit doppelt so hoch wie erwartet.

Das Museum erhält neben der intakten Apple-1-Hautplatine auch eine alte, seltene Tastatur, einen Sanyo-Monitor und ein Netzteil mit Holzgehäuse. Hinzu kommen der erste Apple-Newsletter "Poke-Apple" aus dem Jahr 1979 und eine Videoaufzeichnung einer Rede des Apple-Mitgründers Steve Wozniak, die dieser zur Eröffnung der Applevention im Jahre 1980 gehalten hatte.

Die beiden Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak hatten 1976 die Apple-1-Computer selbst zusammengebaut und gelötet. Rund 200 Stück stellten die beiden Computer-Pioniere so in Handarbeit her, die dann schließlich für 666,66 US-Dollar verkauft wurden. Nur noch 50 der ursprünglich 200 Apple-1-Computer existieren. Und etwa ein halbes Dutzend sind noch funktionstüchtig. Der Apple-1 wurde ohne Gehäuse, Tastatur, Monitor und Netzteil verkauft. Erst der ab 1977 verkaufte Apple-2 wurde mit dem Drumherum um die Platine verkauft.

Das Auktionshaus Christie´s hatte 2010 einen Apple-1 für 213.000 US-Dollar versteigert. Im Juni 2013 versteigerte ein Kölner Auktionshaus einen Apple-1 für 516.000 Euro. Und vor wenigen Wochen kam ein funktionierender Apple-1 für 374.500 US-Dollar unter den Hammer.


© PC WELT