Berlin (dpa/tmn) - Selbst wer alle Möglichkeiten in der Systemsteuerung ausnutzt, kann die Datensammelei von Windows 10 nicht komplett abstellen. Viele Daten werden weiterhin erhoben und an Microsoft gesandt.

Vor der Nutzung von Zusatzprogrammen, die genau das verhindern sollen, muss allerdings ein Systemwiederherstellungspunkt gesetzt und wichtige persönliche Daten gesichert werden. Dazu rät die Fachzeitschrift "Chip". Der Grund: Diese Programme mit Namen wie "ShutUp10", "DoNotSpy10" oder "W10Privacy" greifen tief in die Systemeinstellungen von Windows ein. Geht etwas schief, funktioniert der Computer unter Umständen nicht mehr richtig.

Die "Chip"-Experten empfehlen nach einem Test drei Tools. Hier ein Überblick:

"O&O ShutUp10 ": Das Programm von Berliner Entwicklern kommt ohne Installation aus und hat für den Nutzer umfangreiche Erklärungen zu allen Einstellungen parat. Per grünem Häkchen werden empfohlene Einstellungen markiert. In den Einstellungen lässt sich auch mit einem Klick ein Wiederherstellungspunkt setzen. Besonders praktisch: Mit einem Klick lassen sich alle einmal getroffenen Entscheidungen rückgängig machen. Falls man zum Beispiel aus Versehen die automatischen Updates abgeschaltet hat.

" DoNotSpy10 ": Auch dieses Programm hilft dabei, unerwünschte Datenübertragungen abzuschalten. Bei der Installation muss man allerdings aufpassen, nicht eine unerwünschte Toolbar für den Browser untergeschoben zu bekommen. Auch "DoNotSpy10" legt auf Wunsch einen Wiederherstellungspunkt an. Tipps für unerfahrene Nutzer gibt es allerdings kaum.

" W10Privacy ": Das Tool listet nüchtern alle Optionen zum An- und Abschalten auf und muss nicht installiert werden. Empfehlungen und Erklärungen gibt es keine. Einstellungen können zwar zurückgenommen werden, bei der Datensicherung hilft "W10Privacy" aber nicht. © dpa