So machen Sie iTunes kindgerecht und sicher.

Ungeeignete Filme, Serien oder Musik sowie die Angst, am Ende des Monats eine horrende Kreditkartenabrechnung zu erhalten, machen Ihnen beim Thema "Kinder & iTunes" Angst? Nicht mit unseren Tipps!

Digitales Heranwachsen

Während die ganz Kleinen wohl an iTunes nur aus Neugierde interessiert sind, haben ältere Kinder mit etwas weiter ausgeprägten kognitiven Fähigkeiten berechtigtes Interesse an iTunes. Filme, Musik, Serien und ähnliche Inhalte locken eben auch im Kindesalter. Dies jedoch stellt neue Herausforderungen an die Eltern, denn letztendlich soll sich das Kind schließlich "Der König der Löwen" und nicht "Die Nacht der lebenden Toten" ansehen - eine Einschränkung, die teilweise nur mit etwas versteckten Sicherheitseinstellungen möglich ist.

Grundsätzlich gilt: Behalten Sie Ihr iTunes-Passwort für sich und wählen Sie nicht "abc123" und ähnliche Kaliber. Auch sollte zu Beginn keine eigene Apple-ID für das Kind eingerichtet werden. Wann Ihr Kind reif genug für diese Verantwortung ist, müssen Sie natürlich selbst entscheiden. Wichtig sind unserer Meinung nach die folgenden Einschränkungen:

• Werden Sie bei der Einrichtung der Apple-ID nach einer Kreditkarte gefragt, verwenden Sie einfach Ihre eigenen Daten. Achten Sie dann aber darauf, dass Sie diese Daten anschließend wieder aus iTunes löschen, damit keine versehentlichen Einkäufe stattfinden. Tipp: Schenken Sie dem Kind zu Beginn einen Gutschein, mit dem es im iTunes-Store einkaufen kann. So lernt es den Wert eines Musikstücks oder Films zu schätzen und gibt auf keinen Fall zu viel Geld aus.

• Ihr Kind hat das Prinzip verstanden? Dann veranlassen Sie beispielsweise monatliche, regelmäßige Übertragungen von Ihrem eigenen iTunes-Konto auf das Ihres Kindes. Dieses digitale Taschengeld ersetzt den etwas unbequemen Umgang mit den Gutscheinen und das Kind kann ein wenig vorausschauend und planen ("Wenn ich jetzt noch ein bisschen spare, reicht es mit dem Geld vom nächsten Monat für das neue Album…").

Einrichtung einer Apple-ID ohne Bankverbindungen

Für Kinder sollten Sie natürlich eine Apple-ID ohne jegliche Verbindungen zu Kreditinstitutionen erstellen - was aber gar nicht so einfach ist. Öffnen Sie dazu in iTunes den Store und klicken Sie dann auf "App Store". Melden Sie sich bei Bedarf von Ihrer eigenen Apple-ID ab. Wählen Sie nun eine kostenlose(!) App aus, die Sie anschließend herunterladen. Anschließend möchte der Store, dass Sie sich mit der Apple-ID einloggen - worauf Sie aber verzichten und stattdessen ein neues Konto erstellen. Dieser Account wird am Ende Ihrem Kind gehören, also verwenden Sie dessen Angaben.

Geben Sie anschließend einige persönliche Daten ein und wählen Sie ein Geburtsdatum, das Ihr Kind älter als 13 Jahre macht ( ). Ansonsten wird die Erstellung abgebrochen. Auf der Seite "Zahlungsmethoden" wählen Sie nun "Keine". Anschließend sind Sie bereits fertig. Der Umweg über den App-Store muss leider erfolgen, da nur hier eine Apple-ID ohne Kontenverbindung möglich ist (und warum das so ist, weiß wohl nur Apple). Nun verfügt Ihr Kind über eine Apple-ID ohne jegliche Bankverbindungen und kann demzufolge auch keine versehentlichen finanziellen Schäden anrichten.

• Übrigens: Die Guthaben gibt es in Form von iTunes-Karten inzwischen in jedem Supermarkt zu kaufen. Mit Preisen zwischen 15 und 100 Euro wählen Sie frei aus, wie viel Geld Sie Ihrem Kind zukommen lassen möchten.

Zugriffsbeschränkungen der Apple-ID

Eine Kindersicherung hat Apple ebenfalls in iTunes implementiert. Dazu gehen Sie am besten so vor:

• Öffnen Sie die Einstellungen und begeben Sie sich zum Punkt "Kindersicherung". Dort legen Sie detailliert fest, ob beispielsweise das Radio, die Podcasts oder eben Inhalte aus dem Store aktiviert oder deaktiviert werden sollen.

• Um etwas genauere Angaben zu machen, legen Sie hier auch Beschränkungen nach dem Alter fest. Anschließend klicken Sie unten auf das Schloss, um damit ein Administratorpasswort einzurichten. Wählen Sie dazu nicht eubfach den Namen des Kindes, sondern eine wirklich sichere Kombination.

• Ab jetzt sind die von Ihnen gewählten Inhalte gesperrt. Das Kind kann dann zwar Beschreibungen und Cover von gesperrten Filmen nach wie vor sehen, aber diese nicht mehr herunterladen. Auch Trailer für Filme sind davon betroffen.

Übrigens: Diese Einstellungen können Sie auch mit iOS-Geräten vornehmen. Diese befinden sich beispielsweise auf einem iPad oder iPhone unter "Einstellungen -> Allgemein -> Einschränkungen". Die Vielfalt der Optionen ähnelt stark den Varianten der Desktop-Variante, sodass Sie hier keine Einschränkungen hinnehmen müssen. Diese Einstellungen synchronisieren sich aber nicht, sodass Sie im Zweifelsfall sowohl am Desktop als auch auf den mobilen Geräten tätig werden müssen.© IDG