Auf Templerjagd während der Französischen Revolution.

Voraussichtlich im November wird Assassin's Creed Unity erscheinen. Nach den Seeabenteuern von Black Flag verschlägt es den Spieler nun ins Paris der Französischen Revolution.

Im neuesten Teil der Assassin's-Creed-Reihe übernimmt der Spieler die Rolle des Franzosen Arno Victor Dorian, der in Versailles als Sohn eines Assassinen geboren und nach der Ermordung seines Vaters von Mitgliedern des Templerordens adoptiert wurde. Nachdem auch sein Adoptivvater einem Mord zum Opfer fällt, schließt sich Arno der Bruderschaft der Assassinen an. Parallel dazu wird es einen in der Gegenwart spielenden Handlungsstrang geben, in dem der Spieler mehr über Arnos Rolle während der Französischen Revolution erfahren soll.

Auf Templerjagd während der Französischen Revolution.

Anders als bei der riesigen Wasser- und Inselwelt Welt von Assassin's Creed 4: Black Flag beschränkt sich der Schauplatz in Unity auf das Paris des späten 18. Jahrhunderts, was aber laut Ubisoft nicht bedeuten soll, dass es sich hier um ein weniger komplexes Spiel handelt. Neu ist ein Koop-Modus für bis zu vier Spieler, die abseits der Kampagne die Entwicklung der Bruderschaft verfolgen.

Erstmals in der Reihe lassen sich Innenräume betreten, ohne dass Spieler dafür Ladezeiten abwarten müssen, weshalb größere Teile der Handlung nun innerhalb von Gebäuden spielen. Dieser technische Sprung nach vorne hat allerdings den Nachteil, dass die ältere Konsolengeneration nicht mehr unterstützt wird: Unity wurde nur für die Xbox One und die PlayStation 4 angekündigt, zudem soll es eine Version für den PC geben. Die verbesserte Technik macht sich außerdem durch höher aufgelöste Texturen, verbesserte Lichteffekte und ungewohnt große Menschenmengen, denen die Spieler in den Straßen von Paris begegnen, bemerkbar. Entsprechend beeindruckend ist dann auch der Anblick, der sich einem von den Dächern der Stadt aus bietet.

Bei der Pariser Bevölkerung soll es sich nicht bloß um Statisten handeln: Ubisoft Montreal arbeitet daran, sie auf möglichst interessante Weise in das Spiel zu integrieren. So müssen Anschläge zum Teil nicht unbedingt selbst ausgeführt werden, wenn der Spieler stattdessen Wachen ausschaltet und damit einem aufgebrachten Lynchmob den Weg zu seinem Opfer freimacht. Wie belebt Paris im fertigen Spiel sein wird, ist zurzeit aber noch offen - bei der Vorabversion war deutlich zu erkennen, dass sich viele NPCs wie Zwillinge gleichen, zudem führt die noch nicht ganz ausgereifte KI immer wieder dazu, dass Figuren in der Menge stecken bleiben.

Auch bei kleineren Details wurde vieles nachgebessert und optimiert. Ähnlich wie in der GTA-Reihe zeigen Lichtsäulen an, wo sich Läden befinden oder der Spieler sich einen neuen Auftrag abholen kann, sodass nicht mehr ständig auf der Karte nachgeschaut werden muss. Verbessert wurde außerdem das Schleichsystem, und beim Versuch, von einem Hausdach zu entkommen, können Mauervorsprünge genutzt werden. Im Nahkampf stecken die Gegner nun mehrere Schläge ein: Deren Lebensenergie zeigt Unity über ihren Köpfen an, sodass sich im Kampf erkennen lässt, wann der passende Zeitpunkt für einen Gegenangriff gekommen ist. Feinde mit einem einzigen dieser Gegenangriffe auszuschalten, ist jetzt nicht mehr möglich. Zudem greifen die Gegner nun gleichzeitig an und geben Arno damit keine Möglichkeit, sich bequem einen nach dem anderen vorzunehmen.

Ob die Beschränkung auf den relativ überschaubaren Handlungsort Paris bei den Spielern ankommt, die sich gerade mit der offenen Inselwelt von Black Flag angefreundet haben, wird sich noch zeigen müssen. Bemerkenswert ist, dass sich in Unity ständig Gelegenheiten bieten, eine neue Mission anzunehmen - ein großer Teil davon ist natürlich optional. Soweit dies bisher zu erkennen ist, wurden die Aufträge auf eine natürlich wirkende Weise in den Spielablauf integriert. Die Schwierigkeitsgrade sind dabei in fünf Kategorien eingeteilt, zudem wollen die Entwickler bei den Missionen für mehr Abwechslung sorgen.

Weitere Verbesserungen im Missionsdesign sorgen dafür, dass Aufträge dynamischer ablaufen und nicht mehr plötzlich abbrechen, wenn der Spieler zum Beispiel von Wachen entdeckt wurde. In solchen Fällen kann es nun stattdessen passieren, dass eine zu beobachtende Person die Flucht ergreift und dem Spieler damit die Möglichkeit gegeben wird, den Auftrag durch eine Verfolgungsjagd zu Ende zu bringen.© IDG