Bonn (dpa) - Die Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen wird nach Angaben der Bundesnetzagentur trotz Klagen planmäßig am 27. Mai beginnen.

Auch wenn alle Rechtsfragen noch nicht abschließend geklärt seien, werde sich die Versteigerung nicht verzögern, sagte der Präsident der Behörde, Jochen Homann, bei der Vorlage des Jahresberichts. Mehrere potenzielle Neueinsteiger in den Markt hatten gegen das Vorgehen der Behörde geklagt. Sie fühlten sich gegenüber den zugelassenen Mobilfunkkonzernen Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica benachteiligt.

Mit den neuen Nutzungsrechten im Mobilfunk soll sich die Versorgung der Bevölkerung mit schnellen Internetzugängen verbessern. In Europa sei Deutschland das erste Land, das einen weiteren Bereich der sogenannten digitalen Dividende zur Verfügung stellen werde, betonte Homann. Diese Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz lagen bislang beim Rundfunk.

Zu möglichen Auktionsergebnissen machte Homann keine Angaben. Als Untergrenze wird ein Volumen von rund 1,5 Milliarden Euro genannt. Vor 15 Jahren hatte die spektakuläre UMTS-Auktion Erlöse von rund 50 Milliarden Euro in die Kassen des Bundes gespült.© dpa