Berlin (dpa/tmn) - Zahlreiche Hilfsmittel und Apps erleichtern Menschen mit Behinderung die Nutzung von Smartphones und Tablets. Beim Finden des richtigen Geräts hilft unter anderem eine Datenbank im Netz.

Auch Menschen mit Behinderungen können dank Hilfsmitteln wie Handykamera, Screenreader, Spracherkennung und Brailleschrift Smartphones und Tablets nutzen. Wenn es um die Anschaffung eines neuen Gerätes geht, rät das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) zu einer Abschätzung der eigenen Bedürfnisse. Dabei hilft die Datenbank der GARI-Initiative im Netz. Sie listet Geräte und Apps auf, die mit der jeweiligen Einschränkung genutzt werden können, oder die konkrete Lebenshilfe bieten. Dazu lässt sich etwa filtern, ob eine Mobilitätseinschränkung oder eine Sehbehinderung vorliegt, oder ob es Probleme mit Sprache oder Gehör gibt.

Mittlerweile gibt es bereits zahlreiche Apps, die Menschen mit Behinderung unterstützen. Etwa die App "Wheel Guide", die mobilitätseingeschränkten Menschen hilft, für Rollstühle geeignete Wege zum Ziel zu finden. Sehbehinderte können mit speziellen Programmen beispielsweise die Kamera des Telefons als Leselupe nutzen, die App "Blibu" der Norddeutschen Blindenhörbücherei und der Stiftung Centralbibliothek für Blinde unterstützt beim Stöbern in den Braille- und Hörbuch-Katalogen.

Nach Angaben des IZMF sind die großen Mobilbetriebssysteme mittlerweile besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingestellt. Apples iOS etwa unterstützt mit seiner VoiceOver-Funktion sehbehinderte Menschen, indem es Inhalte vorliest und Beschreibungen gibt, was gerade auf dem Bildschirm passiert. Die immer weiter verbesserten Spracheingaben der Smartphones erlauben neben der Bedienung vieler Telefonfunktionen auch das Diktieren von E-Mail, SMS oder Chatnachrichten.© dpa