Leipzig (dpa/tmn) - Der Trend bei Notebookprozessoren geht zu immer kleineren und integrierten Modellen. Der Leipziger Notebookhersteller Schenker setzt jetzt bei seinen neuen XMG-Modellen auf die größeren Desktop-Chips von Intel.

Prozessoren für Notebooks werden immer kleiner und sparsamer - teilweise kommen mittlerweile ganze Mainboards als eine verlötete Platine auf den Markt. Was Anwender von Mobilgeräten freut - geringer Stromverbrauch und die damit verbundene Ausdauer - kommt Nutzern spezieller Notebooks für Spieler nicht sonderlich entgegen. Die heiße Abluft der beim Spielen stark beanspruchten Chips lässt sich aus den immer kleiner werdenden Gerätegehäusen immer schlechter abführen. Sie nach einiger Zeit gegen einen moderneren Prozessor auszutauschen, ist auch nicht möglich.

Der Leipziger Computerhersteller Schenker setzt bei der neuen Ultimate-Reihe seiner Marke XMG gegen den Trend zur Miniaturisierung. In den ab Ende des Jahres verfügbaren Spielernotebooks stecken erstmals Intels Desktop-Prozessoren. "Mit den Desktop-Chips ist mehr Leistung möglich", sagt Stefan Böttinger von Schenker. Gleichzeitig ließen sich die Chips besser kühlen und seien in der Anschaffung günstiger. "Man muss das Gehäuse ganz neu denken", erklärt er die Integration der großen Chips in ein Notebookgehäuse. Im Vergleich zu Notebook-Prozessoren brauchen sie etwa mehr Strom, was einen größeren Akku bedingt, für die Kühlung muss mehr Kupfer verbaut werden.

Rund 3,4 Kilogramm wiegt ein solches Notebook am Ende, mit 35 Millimetern Bauhöhe ist es auch nicht besonders schlank. "Wer auf Leistung setzt, der nimmt das Gewicht in Kauf", hofft man bei Schenker. Zielgruppe sind mobile Spieler mit Bastelambitionen. Die Chips lassen sich nämlich auch nachträglich austauschen, falls ein modernerer Prozessor auf den Markt kommt.© dpa