Berlin (dpa/tmn) - Speicherkarten sind praktische Datenträger für Fotos, Videos und Musik. Doch nicht auf jedem Weg gelangen die Daten gleich schnell vom Chip auf den Computer.

SD-Speicherkarten stecken heute in den meisten Kameras und Smartphones. Auch als zusätzlicher Speicherplatz für das Notebook sind die kleinen Chips zu gebrauchen. Viele tragbare Rechner haben einen eingebauten Steckplatz. Doch das ist nicht immer der schnellste Weg der Daten auf den Computer, wie die Zeitschrift "Computer Bild" (Ausgabe 5/2015) berichtet.

In einem Vergleichstest zwischen zwei internen SD-Karten-Lesegeräten und einem externen USB-3.0-Lesegerät schnitt das kabelgebundene Modell deutlich schneller ab. Die Testaufgabe: 1000 Fotos und ein fünf Gigabyte großes Video übertragen. Mit 86 Sekunden für die Bilder und 60 Sekunden für das Video war das USB-Gerät um ein Vielfaches schneller als die eingebauten Lösungen im PC (267 und 259 Sekunden) und im Notebook (jeweils 194 Sekunden).

Nicht nur das Lesegerät ist für eine schnelle Datenübertragung entscheidend. Auch die Karte muss die nötigen Voraussetzungen für zügiges Lesen und Schreiben von Daten mitbringen. Wie schnell so eine Speicherkarte ist, zeigt der Class-Wert an. Aktueller Höchstwert ist Class 10. Karten mit diesem Standard erreichen ein Lesetempo von zehn Megabyte und mehr pro Sekunde. Der Kauf langsamerer Class-4- oder Class-6-Karten lohnt sich nicht.

Allerdings muss es auch nicht immer das neueste Modell sein. Momentan sind Karten mit dem Anschlusstempo UHS I noch völlig ausreichend, lautet das Urteil der Tester. Der schnellere UHS-II-Standard wird noch von wenigen Kameras unterstützt, außerdem sind verfügbare Speicherkarten recht teuer.© dpa