Berlin (dpa/tmn) - Momentan machen massenhaft Mails mit gefälschten Telekom-Rechnungen die Runde. Im Anhang steckt allerdings gefährliche Schadsoftware. Der Tipp lautet: Am besten gleich löschen.

Vorsicht bei E-Mails mit angeblichen Rechnungen von der Telekom. Wie die Verbraucherzentrale Thüringen und die Webseite "spam-info.de" berichten, versenden Betrüger derzeit massenweise E-Mails mit vermeintlichen Telefonrechnungen im Anhang. Darin werden teilweise Beträge zwischen 200 und 300 Euro gefordert. Auch wenn die Schreiben echten Telekom-Mails stark ähneln, handelt es sich um Phishing. Im Anhang der Mail steckt keine Rechnung, sondern eine gefährliche Schadsoftware. Nutzer sollten E-Mails mit Betreffzeilen wie "Ihre Telekom Mobilfunk RechnungOnline Monat November 2014" sofort löschen.

Keinesfalls sollten Links in der Mail angeklickt oder das angebliche Rechnungsdokument geöffnet werden, da sonst der eigene Rechner mit Schadsoftware infiziert werden könnte. Im Zweifel hilft ein Anruf beim angeblichen Absender der E-Mail.

Dass diese Mails nicht von der Telekom stammen, lässt sich beispielsweise an der Absenderadresse erkennen. Sie stimmt nicht mit der offiziellen Telekom-Rechnungsadresse überein. Wer den Mauszeiger eine Zeitlang über dem Link zum Anhang schweben lässt, ohne zu klicken, sieht außerdem, dass dahinter nicht wie versprochen ein pdf-Dokument steckt, sondern eine Archivdatei mit der Endung ".zip". Nicht zuletzt verrät auch die unpersönliche Ansprache mit "Lieber Telekom Kunde", dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.

Wer trotzdem aus Versehen die angebliche Rechnung geöffnet hat, sollte seinen Computer schleunigst von einem aktuellen Anti-Virenprogramm untersuchen und reinigen lassen. Bringt das nicht den gewünschten Erfolg, sollte der Rechner per Systemwiederherstellung auf einen Zeitpunkt vor dem Öffnen der Mail zurückgesetzt werden. Die Systemwiederherstellung findet sich in der Systemsteuerung von Windows im Unterpunkt "Sichern und Wiederherstellen", in Mac OS X in den Einstellungen und dort im Unterpunkt "Time Machine".© dpa