Berlin (dpa/tmn) - Auf dem PC ist der Firefox in Deutschland der beliebteste Browser. Nutzer von Apples iOS-Geräten mussten auf das freie Programm zum Betrachten von Webseiten allerdings bisher verzichten. Damit ist es nun vorbei.

Die Mozilla-Stiftung hat nach einem Testlauf in Neuseeland den kostenlosen Firefox-Browser nun weltweit für iPhone, iPad und den iPod touch freigegeben. Der Browser setzt stark auf einfache Bedienung und Datenschutz und erlaubt eine größere Auswahl an Standardsuchmaschinen.

Über ein Firefox-Konto können Lesezeichen und Einstellungen des Desktop-Browsers synchronisiert werden. Die quelloffene Browser-Alternative zu Safari oder Chrome kann ab sofort in Apples App Store heruntergeladen werden. Dort ist sie unter dem Namen "Internet-Browser Firefox" zu finden.

Mehr Firefox gibt es aber auch für Android-Nutzer. Das Mobilbetriebssystem Firefox OS ist nun als Launcher-App für Android verfügbar. Als Android-App ersetzt Firefox OS nicht nur die komplette Oberfläche mit der eigenen Optik und Struktur, sondern kann laut einem Bericht von "heise.de" auch um auf HTML basierende Apps und Zusatzprogramme erweitert werden. Außerdem verfügt die Version 2.5 von Firefox OS über ein Berechtigungssystem für Apps, in dem beispielsweise Zugriffe auf Ortungsfunktion, Internetzugang oder die Kamera geregelt werden kann. Auch ein Anti-Tracking-System für weniger Datensammelei im Internet ist enthalten.

Neugierige Android-Nutzer können Firefox OS 2.5 als APK-Datei direkt über die Mozilla-Webseite herunterladen. Die App ist circa 90 Megabyte groß und steht momentan nur auf Englisch zur Verfügung. Um sie zu installieren, muss in den Android-Einstellungen im Sicherheitsbereich die Installation von Paketen unbekannter Herkunft erlaubt werden. Nach der Installation empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen, diese Option wieder abzustellen.© dpa