Leipzig (dpa/tmn) - Soziale Netzwerke ermöglichen nicht nur die Kommunikation zwischen Privatleuten, sie können auch Unternehmen und Kunden zusammenbringen. So bieten viele Firmen inzwischen etwa Support über Facebook oder an.

Auf den Support-Seiten der Firmen können Verbraucher Lob und Kritik öffentlich posten, sich beschweren oder Fragen stellen, erklärt Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen. "Kunden sollten die Support-Leistungen jedoch nur nutzen, wenn sie keine personenbezogenen Daten preisgeben müssen", schränkt die Verbraucherschützerin ein. Denn diese Angaben könnten im Zweifel von Dritten missbraucht werden.

Vor allem wer einfache Fragen hat, sich über Lieferzeiten oder mangelnden Service im Allgemeinen beschweren will, ist beim Kunden-Support von Firmen in sozialen Netzwerken gut aufgehoben. Verbraucher können so schneller und einfacher als per Telefon, E-Mail oder Briefpost Kontakt zu den Unternehmen aufnehmen.

Support über soziale Netzwerke kennt aber auch Grenzen. "Sensible Themen wie Vertragsverlängerungen oder Fristsetzungen sollten auch weiterhin per E-Mail oder Brief geklärt werden", rät Saupe. "So hat man im Zweifelsfall was in der Hand."

Firmen über soziale Netzwerke zu kontaktieren, ist nicht schwer. Bei Facebook können Kunden Anfragen oder Beschwerden direkt auf die Pinnwand des Unternehmens posten, bei Twitter reicht meist ein Tweet. Und von öffentlichen Beschwerden oder Fragen profitieren am Ende auch andere Nutzer. Sie können Postings oder Tweets, die auch für sie relevant sind, einfach mitlesen und gegebenenfalls auch kommentieren.© dpa