Mit FritzNAS zusätzlichen Speicher in ein Netzwerk integrieren.

Auch ohne eigenen NAS-Server können mit der Fritzbox unterschiedliche Speichermedien wie USB-Sticks und Festplatten in ein Netzwerk integriert werden. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Die Fritzbox selbst ist ein NAS-Server (Network attached storage), der Speicherplatz bietet und den Anschluss externer Speichermedien wie USB-Sticks und Festplatten ermöglicht. Des Weiteren lässt sich hierüber der Speicherplatz verschiedener Anbieter im Onlinebereich nutzen. Für all diese Funktionen genügt eine einzige Bedienoberfläche. Indem Sie "FRITZ!NAS" aufrufen oder "fritz.nas" im Browser eingeben, erreichen Sie den internen Speicher der Fritzbox. Ebenfalls möglich ist es, im Explorer "Netzlaufwerk verbinden" auszuwählen, unter "Durchsuchen" den Ordner "fritz.nas" auszuwählen und den Vorgang zu bestätigen. Nun wird Ihnen der gesamte Speicherplatz der Fritzbox übersichtlich angezeigt. Für die Nutzung auf mehreren Geräten muss hierfür jeweils derselbe Benutzer mit identischem Passwort vorhanden sein.

So schließen Sie einen USB-Speicher an

Falls mehr als die integrierten 512 MB Speicher benötigt werden, können über die USB-Ports Sticks an die Fritzbox angeschlossen werden, solange diese mit NTFS, FAT/ FAT32 oder EXT2 formatiert wurden. Um diese Funktion nutzen und alle Speichermedien auf sämtlichen Rechnern des Netzwerks ansteuern zu können, muss der USB-Fernanschluss konfiguriert werden. Nur falls Sie diesen noch nicht genutzt haben, müssen Sie hierfür unter "Heimnetz" und "USB-Geräte" den "USB-Fernanschluss" wählen und prüfen, ob dieser aktiviert ist. Gegebenenfalls müssen Häkchen bei "USB-Speicher" entfernt werden. Nun können externe Speichermedien verwendet werden. Es ist praktisch, zu übertragende Daten erst an das Speichermedium zu überspielen, statt die USB-Buchse der Fritzbox direkt anzusteuern. Nach dem Anschluss erfolgt eine Indexierung der Dateien und anschließend können diese im Explorer und über "FRITZ.NAS" angesteuert werden. Gelegentlich muss die Indexierung jedoch über "Heimnetz > Speicher (NAS)" manuell vorgenommen werden und die Übertragungsraten der Fritzbox sind teilweise sehr gering.

So binden Sie Onlinespeicher ins Netzwerk ein

Der von Anbietern bereitgestellte Onlinespeicherplatz kann über die Fritzbox genutzt werden, wenn Sie ein USB-Medium konfiguriert haben, das beim Übertragen von Dateien als Zwischenspeicher fungiert. Unter "Heimnetz" und "Speicher (NAS)" finden Sie diverse Anbieter vund können den für Sie zutreffenden auswählen. Einige haben die Zugangsdaten bereits inkludiert, bei anderen müssen sie manuell eingegeben werden. Die Dienste "Dropbox" und "Skydrive" können aufgrund eines von der Fritzbox genutzten Protokolls, das diese Dienste nicht erkennen, meist leider nicht genutzt werden. Kostenpflichtige Varianten wie "Otixo" können hingegen machen keine Probleme.

Der Einsatz des Mediaservers

Auf der Fritzbox können Sound- und Videodateien abgespeichert und auf allen Geräten des Netzwerks wiedergegeben werden. Für dieses "Privatradio" aktivieren Sie unter "Heimnetz" den "Mediaserver" und wählen anschließend die Medienquellen aus. Über den VLC- oder den Media-Player können die Dateien dann abgespielt werden.© IDG