Banksy, ein britischer Straßenkünstler, dessen Identität bislang nicht enthüllt ist, hat Steve Jobs in ungewohnter Pose auf eine Wand in Calais gesprüht.

Die Flüchtlingskrise in Europa zieht ihre Kreise auch in die Straßenkunst hinein. Der aus England stammende Graffiti-Künstler Banksy hat sich nun ausgerechnet des verstorbenen Apple-Begründers und CEOs Steve Jobs angenommen und ihn auf einer Wand in Calais als Flüchtling dargestellt, der zudem sämtliche Vorurteile bedient – was hier aber eher als kritische Hinterfragung solcher Unterstellungen zu sehen ist. Jobs sieht aus wie ein Dieb, mit einem Beutel leicht gebeugt über dem Rücken und einem tragbaren Computer in der rechten Hand, dabei blickt er recht verschlagen auf den Betrachter. Der portable Computer erinnert an den ersten Macintosh.

Die Gerüchte um Apples neues Smartphone werden immer heißer.

Banksy, dessen Identität bislang anonym ist, soll laut The Guardian zu seinem Werk gesagt haben: "Wir glauben oft, Migration würde die Ressourcen des Landes trockenlegen. Aber Steve Jobs war der Sohn eines syrischen Migranten. Apple ist das profitabelste Unternehmen der Welt, es zahlt jährlich über 7 Milliarden US-Dollar an Steuern – und es existiert lediglich, weil sie einen jungen Mann aus Homs ins Land ließen." Homs ist eine Hafenstadt in Syrien.

Tatsächlich war Steve Jobs zwar wesentlicher Motor hinter dem ersten Macintosh-Projekt – Migrant oder Flüchtling in dem Sinne war er jedoch nicht. Der leibliche Vater des Adoptivkindes Steve Jobs war ein syrischer Student in den USA, seine US-amerikanische Mutter hatte Vorfahren in Deutschland und der Schweiz. Steve Jobs wurde 1955 in San Francisco geboren, gestorben ist er im Oktober 2011 in Palo Alto (beides Kalifornien).

Die gesellschaftskritische Bedeutung dieses Graffitis ergibt sich aus dem geographischen Hintergrund der Veröffentlichung – in Calais befindet sich ein französisches Flüchtlingslager namens "The Jungle". Auf dem Weg nach Calais hat Bansky mehrere Graffitis auf Wände gesprüht.© Macwelt

Apple sammelt Daten von Nutzern, das ist nichts Neues. Doch von einer versteckten Karte in den Tiefen des iPhones, auf der Zeitpunkt und Dauer jedes Aufenthalts aufgezeichnet werden, haben viele noch nie gehört. So können Sie die Daten löschen und alles deaktivieren.