Berlin (dpa/tmn) - E-Mails laufen oft aus verschiedenen Kanälen ein. Sie kommen von Freunden und Kollegen, sie beinhalten Termine und Rechnungen. Google will mit Inbox einen besseren Überblick schaffen bzw. soll Inbox das für die Nutzer erledigen.

Google hat eine intelligent arbeitende Alternative zu herkömmlichen E-Mail-Anwendungen vorgestellt. Das Produkt namens Inbox greift Elemente wie die Kategorien aus Gmail oder die Erinnerungen aus Google Now auf und führt diese zusammen. E-Mails lassen sich also gruppieren, etwa in Rechnungen oder Versandbestätigungen - und Inbox versucht fortan selbstständig, neue Mails richtig zuzuordnen.

Jedes Element versteht Inbox als Aufgabe, die es zu erledigen gilt, die aber auch verschoben werden kann. Letzteres funktioniert auch standortbasiert: So kann man sich etwa erst wieder an einen Geburtstag erinnern lassen, wenn man nicht mehr im Büro ist. Das alles soll dem Nutzer helfen, nicht den Überblick zu verlieren.

Zudem soll die Anwendung wichtige Informationen in Nachrichten wie Flugdetails oder Veranstaltungsdaten hervorheben und zusätzliche Angaben aus dem Internet dazustellen, die nicht in der Nachricht stehen - etwa den Flugstatus oder Auslieferungsdetails für ein Paket. Die automatische Ergänzung soll auch mit Erinnerungen funktionieren: Wer etwa noch wegen eines Termins beim Friseur anrufen sollte, bekommt dann etwa zusätzlich die Telefonnummer angezeigt und erfährt, ob der Salon überhaupt geöffnet hat, nennt Google ein Beispiel.

Inbox wird als Browser-Anwendung und als App für Android und iOS verfügbar sein, befindet sich aber noch in der Betaphase. Nutzer, die die Anwendung jetzt schon testen möchten, benötigen eine Einladung von Freunden oder Bekannten. Sie können aber auch eine E-Mail an inbox@google.com schreiben, um sich für eine Einladung vormerken zu lassen.© dpa