(mgb) - Der Upload-Dienst "Mega" ist gestartet. Und Gründer Kim Dotcom hat gleich wieder Ärger – dieses Mal streitet er sich mit der Gema. Der Grund: Die Verwertungsgesellschaft hat das Video zur Eröffnung seines Dienstes aus dem Netz entfernen lassen.

2011 hatte Kim Dotocom, alias Kim Schmitz, Ärger mit dem Label Universal. Im Dezember stellte der "Megaupload"-Gründer den "Mega Song" auf ein Videoportal ins Netz. Der Track war von Dotcom und Printz Board produziert worden. Pikant an der Angelegenheit, waren die Stars, die in dem Lied in höchsten Tönen von dem Sharehoster sangen: P Diddy, Will.i.am, Alicia Keys, Kanye West, Snoop Dogg, Chris Brown, The Game and Mary J Blige.

Das war zu viel für Universal und das Video wurde aufgrund angeblicher Copyright-Verletzungen entfernt. Die Folge: Schmitz ging gerichtlich gegen die Sperrung vor, der Clip wurde wieder freigeschaltet. Dotcom sah schließlich von einer Klage ab, da "Megaupload" ab Januar 2012 mit anderen Problemen zu kämpfen hatte: Die Seite wurde vom FBI gesperrt, Dotcom verhaftet und Anklage eingereicht.

Gema sperrt Video, Schmitz schickt Anwälte

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2013, aus "Megaupload" ist der neue Dienst "Mega" geworden und der Start der Sharehoster-Plattform ist erfolgreich verlaufen. Das fand auch Schmitz und stellte am 23. Januar ein Video der Pressekonferenz online. Um 10 Uhr morgens ging der Clip online, fünf Stunden später wurde er von der Gema gesperrt – wieder wegen angeblicher Verletzungen des Urheberrechts der verwendeten Musikstücke.

Schmitz äußerte sich auf Twitter ungehalten: "Liebe Gema, alle Songs in der Mega-Pressekonferenz sind mein Content. Und die Künstler die ihre Stücke live aufgeführt haben, gaben uns vorher ihre Einwilligung. Was zur Hölle?" Kurze Zeit später wurde das Video wieder freigegeben, doch dabei will es Dotcom nicht belassen: "Ich habe einen Gegenantrag bei Youtube gestellt, der Clip ist wieder online. Die Gema sollte sich auf Post von unseren Anwälten gefasst machen. Copyright-Wahnsinn." Der Ausgang der Konfrontation ist ungewiss. Es bleibt also spannend.