Ein sinnvoller Tausch? Sechs Londoner gingen vergangenes Jahr auf einen kuriosen Deal ein, um kostenfreies Internet zu erhalten: Sie verpflichten sich Ihr Baby an eine Sicherheitsfirma zu übertragen - auf Lebzeiten.

In unserer freien Welt lauern zahlreiche Gefahren, die durch die rasche Verbreitung der IT enorme Sicherheitsrisiken bergen. Diese schmerzliche Erfahrung machten sechs Londoner im Juni 2014.

Durch die Nutzung eines Gratis-WLAN-Hotspots stimmten die Nutzer per AGB zu, der Sicherheitsfirma "F-Secure" ihr Erstgeborenes zu übertragen: "Der Nutzer akzeptiert sein Erstgeborenes auf Lebzeiten an uns zu vermachen." (the recipient agreed to assign their first born child to us for the duration of eternity)

Zur Durchführung des Experiments setzen die Sicherheitsexperten von "F-Secure" und Europol Technik im Wert von nur 200 Euro ein und sammelten zusätzlich Nutzerdaten, wie Passwörter oder E-Mail-Adressen.

Hält der Knebelvertrag vor Gericht stand?

Mit dieser schier unglaublichen Vertragsbedingung wollten die Initiatoren auf die möglichen Konsequenzen von problematischen AGBs, bei der Nutzung von kostenfreien Wifi-Hotspots und im Allgemeinen, hinweisen.

Auch wenn diese folgenschwere Baby-Klausel vermutlich vor einem Richter nicht standhalten würde - Kunden können mit solchen außergewöhnlichen Verpflichtungen nicht rechnen – streut die Aktion Salz in die offene "AGB-Wunde". (dr)