München (dpa/tmn) - Labortests haben es gezeigt: SSD-Speicherchips halten viel länger als anfangs gedacht. Doch bei der Nutzung der flotten Chip-Festplatten gelten gerade auf älteren Computern noch etwas andere Regeln als bei herkömmlichen Festplatten.

Wer etwa sein Windows-7-System mit einer SSD-Festplatte nachrüstet oder SSD und herkömmliche Festplatte parallel betreibt, sollte die Laufwerksdefragmentierung für die SSD deaktivieren. Wie die Zeitschrift "PC Magazin" (Ausgabe 4/2015) berichtet, macht die Defragmentierung einer SSD durch das ständige Hin- und Herschieben von Daten die SSD nämlich nicht schneller. Viel mehr leidet die Lebensdauer der Speicherchips durch die ständigen Schreibvorgänge.

Anders sieht es unter Windows 8 und 8.1 aus. Hier kann die Defragmentierung, ab Windows 8.1 heißt sie "Laufwerksoptimierung", aktiviert werden. Das neuere Windows behandelt die Chips anders als herkömmliche Festplatten mit Magnetscheiben. Hier werden Daten nicht einfach zu zusammenhängenden Blocken verschoben. Zum Löschen freigegebene Dateien auf der SSD werden beim Optimieren per Trim-Befehl auch tatsächlich gelöscht.

Unter Windows 8 kann der Einsatz der Laufwerksoptimierung zu mehr freiem Speicherplatz auf den vergleichsweise noch recht kleinen SSD führen. Wer häufig Dateien streamt - etwa Filme aus Mediatheken - oder große Datenmengen aus dem Netz herunterlädt, sollte die Optimierung regelmäßig nutzen. Das lässt sich auch automatisieren. In der Systemsteuerung können Nutzer wählen, ob die Laufwerksoptimierung monatlich, wöchentlich oder täglich laufen soll.© dpa