Berlin (dpa/tmn) - Nachtaufnahmen mit Leuchtspuren von Autos auf Straßen oder von Zügen auf Bahntrassen sind reizvoll und auch für Hobbyfotografen umsetzbar. So gelingen die eindrucksvollen Bilder.

Fotografien mit Leuchtspuren gelingen auch Amateurfotografen. Als Programm für die Leuchtspur-Fotografie empfiehlt sich die Zeitautomatik, bei der die Kamera die richtige Belichtung liefert, erklärt der Photoindustrie-Verband. Der B-Modus empfiehlt sich den Experten zufolge dagegen, wenn man mit Belichtungszeiten jenseits der 30 Sekunden arbeiten möchte.

Letztere Einstellung bietet den Vorteil, dass man die Belichtung vorübergehend stoppen kann - etwa wenn eine ganze Zeit lang überhaupt keine Autos mehr auf der Straße vorbeikommen, die man ins Visier genommen hat. Zum Stoppen genügt es, einfach die Hand oder eine Pappe vors Objektiv zu halten. Fließt wieder Verkehr, nimmt man die jeweilige Abdeckung einfach weg, und die Belichtung geht weiter. Fließt der Verkehr kontinuierlich, reicht für gewöhnlich eine Belichtungszeit von 20 bis 30 Sekunden, um Leuchtspuren einzufangen.

Um Aufnahmen mit großer Schärfentiefe zu erhalten, wählt der Fotograf bei Leuchtspur-Fotos eine Blende von 11 bis 16. Die ISO-Einstellung sollte bei 100 liegen, raten die Experten. Wenn man die Kamera nicht gerade irgendwo sicher und stabil auflegen kann, benötigt man als Basis für Leuchtspur-Fotos ein Drei- oder Vierbeinstativ. Ein Fernauslöser ist nicht unbedingt notwendig, hilft aber, die beim Durchdrücken des Auslösers möglicherweise auftretenden Erschütterungen gänzlich zu vermeiden.

Um gute Leuchtspur-Fotos aufzunehmen, sollte man sich Zeit für die Vorbereitung nehmen und zunächst einmal möglichst noch in der Dämmerung einen geeigneten Kamerastandpunkt suchen. Das können etwa Autobahnbrücken, Bahnsteige oder Bürgersteige an vielbefahrenen Straßen sein. Interessanter ist es den Angaben zufolge, wenn die Strecke nicht gerade verläuft, sondern etwas entfernt eine Kurve macht. In Städten können etwa markant beleuchtete Gebäude in die Bildkomposition einfließen.

Umgekehrt sollte man bedenken, dass Lichtquellen wie Ampeln die Aufnahme stören können. Und wer nach einem Regenschauer fotografiert, kann durch Reflexionen des Lichts auf nassem Untergrund eine ganz besondere Bildwirkung erzielen.© dpa