Stuttgart (dpa/tmn) - Freunde, Verwandte, Kollegen oder Geschäftskunden - unterschiedlicher können E-Mail-Adressaten kaum sein. Wer sein Schreiben gern mit einer Signatur beendet, sollte beachten, für wen sie bestimmt ist.

Internetnutzer sollten mehrere E-Mail-Signaturen für unterschiedliche Kontakte und Zwecke anlegen. So könne man von Mail zu Mail entscheiden, welche Informationen man preisgeben möchte - und etwa einen deutlichen Unterschied zwischen seiner Hausverwaltung und Freunden oder Verwandten machen, erklärt Agnes Jarosch vom Deutschen Knigge-Rat.

In privaten E-Mails sind Informationen wie Bildungsabschluss oder Jobposition nach Auffassung der Expertin fehl am Platz: "Berufliche Positionen oder der akademische Grad sind auf dem privaten Parkett nicht relevant." Darüber hinaus sei per Signatur steuerbar, über welche weiteren Wege abseits der Mail man kontaktiert werden oder kommunizieren möchte. Jeder muss selbst entscheiden, was von der Adresse über diverse Telefonnummern bis hin zu Messenger-Benutzernamen er in der Mail angibt, sagt Jarosch. "Habe ich einen Blog oder Facebook-Account, von dem andere wissen sollen, können diese Informationen auch in die Signatur."

Generell wichtig ist es, Schrifttyp und -größe in der Signatur mit dem restlichen E-Mail-Text abzustimmen, erklärt die Expertin. Das gelte auch für eine vorgefertigte Grußfloskel wie "Mit freundlichen Grüßen". Hier sollte der Leser der E-Mail nicht merken, dass die Floskel Teil der Signatur ist.© dpa