Mobile Tastatur zum Zusammenklappen

Microsoft hat auf dem Mobile World Congress (2. bis 5. März) in Barcelona ein neues Keyboard vorgestellt. Es richtet sich an mobile Vielschreiber mit Smartphone und Tablet. Das Universal Foldable Keyboard funkt per Bluetooth mit iOS, Android und Windows. Es lässt sich in der Mitte falten und misst dann nur fünf Millimeter in der Dicke. Das wasserfeste Keyboard zum Preis von rund 100 Euro soll mit einer Akkuladung bis zu drei Monate auskommen. Simultan lassen sich zwei Geräte synchronisieren, zwischen denen der Nutzer per Knopfdruck wechseln kann. Bedingung: Die verbundenen Geräte müssen mindestens iOS7, Android 4.3 oder Windows 8 installiert haben. Zur Verfügbarkeit gibt es noch keine näheren Angaben.

Harman-Kopfhörer verstehen Gesten

Gestensteuerung und Betriebssystemoffenheit sind die Besonderheiten zweier neuer Headset-Kopfhörer von Audio-Spezialist Harman. Das In-Ear-Bluetooth-Modell JBL Reflect Response BT mit Nackenbügel nimmt Steuerungsbefehle für Anrufe und Musik entgegen, indem der Träger seine Hand nah am Ohr vorbei in bestimmte Richtungen bewegt. Und bei den In-Ear-Kopfhörern AKG N20 gibt die Kabelfernbedienung Befehle zur Anruf- und Musiksteuerung aus, die sowohl Android- als auch iOS-Geräte verstehen. Beide Kopfhörer kommen im Sommer auf den Markt, der JBL in den Farben Schwarz, Rot, Blau oder Grün für 150 Euro und der schwarz-silberne AKG für 130 Euro.

Neues LTE-Einsteigermodell von Blackberry

Blackberry ergänzt sein Portfolio um ein reines Touch-Gerät. Das in Barcelona vorgestellte Blackberry Leap ist ein Fünf-Zoll-Smartphone mit LTE und HD-Bildschirm. Es soll für rund 275 US-Dollar (etwa 230 Euro) in den Handel kommen. Im Inneren steckt weitgehend die gleiche Hardware wie im teureren Z30, das schon 2013 auf den Markt kam. Der Zweikernprozessor leistet 1,5 Gigahertz. 2 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher sind an Bord, dazu 16 GB Festspeicher. Zwei Kameras mit acht und zwei Megapixeln Auflösung sind für Fotos, Videos und Chats eingebaut.

Überwachungskamera von Panasonic

Videoüberwachung, wo kein Kabel hinreicht: Mit der Panasonic Nubo ist auf der Mobilfunkmesse eine Überwachungskamera vorgestellt worden, die nicht auf ein lokales Netzwerk angewiesen ist. Per LTE-Verbindung werden im Aktivierungsfall Bilder an Panasonics Cloudservice geschickt. Von dort können Nutzer sie per Stream über den Computer oder eine Smartphone-App ansehen. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und gespeichert. Die Kamera arbeitet mit Türsensoren und Bewegungsmeldern zusammen, ist wasserfest und kann über einen externen Akku unabhängig vom Stromnetz genutzt werden. In Europa ist die Nubo zuerst ab dem viertel Quartal in Großbritannien verfügbar, Deutschland folgt Anfang 2016. Ein Preis für die Kamera und den LTE-Zugang wurde noch nicht genannt.

Wiko zeigt neue LTE-Smartphones

Der französische Smartphone-Hersteller Wiko zeigt zwei neue Oberklasse-Modelle mit LTE und HD-Bildschirmen. Das Highway Star mit fünf Zoll Displaygröße und 123 Gramm Gewicht verfügt über 16 Gigabyte (GB) Speicher und SD-Kartenschacht, 2 GB Arbeitsspeicher und eine 13-Megapixel-Kamera. Besonderheit ist der SD-Kartensteckplatz, der per Adapter eine zweite SIM-Karte für Dual-SIM-Betrieb aufnehmen kann. Das Highway Pure ist ein Single-SIM-Modell und unterscheidet sich durch sein etwas kleineres Display (4,8 Zoll) und sein Gewicht von 98 Gramm vom größeren Star. Beide Modelle haben ein Aluminiumgehäuse und sind in den Farben Weiß, Silber-Schwarz, Champagner-Schwarz und Türkis verfügbar. Die Geräte werden mit Android 4.4 Ende April ausgeliefert. Beide Modelle sollen etwa 300 Euro kosten, wobei das Highway Pure etwas billiger sein wird.

Intel stellt Atom-Mobilprozessoren vor

Intel will weiter Fuß im Smartphonemarkt fassen und hat auf dem Mobile World Congress die neue Atom x3 Prozessor-Serie vorgestellt. Die Chips mit 3G- und LTE-Verbindung sollen vor allem in günstigen Smartphones zum Einsatz kommen. Unternehmen wie Asus und Jolla sollen noch in diesem Jahr erste Geräte mit den neuen Atom-Prozessoren auf den Markt bringen. Für hochpreisigere Mobilgeräte zeigt Intel die Atom x5- und x7-Serie mit 14-Nanometer-Fertigungstechnik. Sie sollen in Tablets und kleinen Notebooks benutzt werden. Erste Geräte kämen bis zum Sommer. Damit gilt nun auch bei den Mobilprozessoren von Intel eine ähnliche Klassifizierung wie schon bei den Core-i-Chips. Nach Unternehmensangaben sind die neuen Prozessoren mit konfliktfreien Materialien hergestellt. Rohstoffe wie Zinn, Tantal, Wolfram und Gold stammen demnach nicht aus Minen in der Demokratischen Republik Kongo.

Leichtes Convertible-Notebook von HP

HP erweitert seine Familie flexibler Notebooks um ein leichtes Modell mit 13,3 Zoll großem Full- oder Quad-HD-Touchdisplay. Das Spectre x360 besitzt ein aus Aluminium gefrästes Gehäuse und wiegt knapp anderthalb Kilogramm. Das Display lässt sich um 360 Grad umlegen, so dass quasi ein Tablet entsteht. In Display-Zwischenpositionen lässt sich das maximal 1,6 Zentimeter dicke Spectre aber auch wie ein Zelt oder im Stand-Modus aufstellen. Für leichtes Klappen und stabilen Halt in allen Positionen setzt HP verzahnte Scharniere mit sogenannten Schraubenradkränzen ein. Als Prozessoren kommen Core-i5- oder Core-i7-CPUs zum Einsatz, als Massenspeicher SSD-Festplatten mit bis zu 512 Gigabyte Kapazität. Mit einem Dreizellen-Akku (56 Wattstunden) läuft das Notebook laut HP bis zu zwölfeinhalb Stunden. Das Spectre x360 kommt Ende März für knapp 1300 Euro in den Handel.

Kazams Smartphone funkt in zwei LTE-Netzen

Der britische Hersteller Kazam hat ein neues Smartphone-Topmodell mit zwei SIM-Kartenschächten für den LTE-Dualnetzbetrieb angekündigt. Das Tornado 552L bietet ein 5,2 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit Full-HD-Auflösung und ein glasbeschichtetes, 5,5 Millimeter dünnes Gehäuse mit einem Rahmen aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung. Einem Achtkern-Prozessor von Mediatek stehen 2 Gigabyte (GB) Arbeits- und 16 GB nicht erweiterbarer Hauptspeicher zur Seite. Mit einer 13-Megapixel-Hauptkamera und Android 5.0 als Betriebssystem soll das Tornado 552L Ende des zweiten Quartals in Schwarz und Weiß verfügbar sein. Einen Preis nannte Kazam noch nicht.© dpa