Darmstadt (dpa/tmn) - Heutzutage gang und gäbe: Man liest etwas online, findet es interessant - und teilt es mit seinen Freunden und Bekannten. Dabei ist Facebook die klare Nummer eins. Doch die geteilten Themen variieren je nach Netzwerk.

Bei der Verbreitung von Artikeln über soziale Medien ist Facebook einsamer Spitzenreiter. Nach einer gemeinsamen Studie von Forschern der Technischen Universitäten in Darmstadt und Dresden wurden 2014 rund neun von zehn empfohlenen Nachrichten (91 Prozent) über Facebook geteilt - das sind gut sechs Prozentpunkte mehr als 2013. Über Twitter verbreiteten sich dagegen nur 7 Prozent der Artikel, im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um etwa die Hälfte. Google+ spielt nach wie vor nur eine Nebenrolle (3 Prozent).

Für die Studie haben die Forscher 476 000 Beiträge der 15 beliebtesten Online-Medien untersucht. Insgesamt wurden die Artikel etwa 83 Millionen Mal über "Gefällt mir", das "+1" von Google+ oder Tweets weiterverbreitet. Unterschiede zeigen sich dabei nicht nur in der Masse, sondern auch in den Themen: Nutzer von Google+ interessieren sich vor allem für Technik, Politik findet häufig bei Twitter statt. Und unter den bei Facebook geteilten Nachrichten sind relativ viele Artikel über Verbrechen und Gewalttaten.© dpa