Berlin (dpa/tmn) - Navigationssysteme führen Autofahrer am schnellsten ans Ziel, wenn das jeweilige System bei der Routenführung Verkehrsinformationen in Echtzeit, auch Real Time Traffic Information (RTTI) genannt, bietet, berichtet das "Connect"-Magazin.

Die Experten haben jeweils fünf Navi-Apps und fest vom Autohersteller eingebaute Systeme verglichen (Ausgabe 12/15). Gerade bei der Stauumfahrung trenne sich hier die Spreu vom Weizen. Bei den Tests standen eine möglichst schnelle Route, die zurückgelegten Kilometer und eine möglichst geringe Abweichung zur prognostizierten Ankunftszeit im Vordergrund.

Dabei wurde laut Test allzu deutlich, dass RTTI-Dienste dem mittlerweile veralteten TMC-System, bei dem im Prinzip nur die Verkehrsnachrichten ausgewertet werden, überlegen sind. In Sachen Stauumfahrung hatten die Navi-Apps von Google und Apple dank RTTI die Nase vorn, so die Tester - und das quasi zum Nulltarif, wenn der Mobilfunktarif eine Datenoption umfasst.

Und auch Wartezeiten im Stadtverkehr berücksichtigen die beiden Apps den Angaben nach sehr gut, da in ihre Berechnungen längere Wartezeiten an Ampeln einfließen. Das führe insgesamt zu einer höheren Genauigkeit bei der voraussichtlichen Ankunftszeit.© dpa