Eine Zeitreise durch die grafischen Fortschritte der Racing-Games.

Der Titel "Outrun Europa" läutet im Jahr 1991 auf Amiga, Atari ST, Commodore 64, Game Gear, Sega Master System und ZX Spectrum die Highscore-Hatz ein. Auch wenn der Titel grafisch keine Bäume ausreißen konnte, tat dies dem Spielspaß keinen Abbruch.
Gran Turismo feierte 1997 sein Rennspiel-Debüt auf der Playstation 1 und gehört seitdem zu einer der erfolgreichsten Rennspiel-Serien. Die Auto-Modelle waren mit gerade einmal 300 Polygonen (Dreiecksnetze bei 3D-Modellen) noch sehr gering aufgelöst. Zum Vergleich: 10 Jahre später bestanden die Modelle im PS3-Titel "GT5: Prologue" ganze 200.000 Polygonen.
1999 lud "Crazy Taxi" auf der Sega Dreamcast zum virtuellen Taxi-Fahren durch die fiktive Stadt West Coast ein. Der bunte Comic-Look sorgt dafür, dass man das Spiel auch heute noch ohne große grafische Abstriche spielen kann.
Mit dem VW New Beetle durch die britische Metropole London rasen: In "Midtown Madness 2" konnte man im Jahr 2000 erstmals die Städte London und San Francisco frei erkunden. Auch grafisch machte das Spiel des Entwicklerteams Angel Studios einiges her.
Vor allem die beeindruckende Landschaftsdarstellung und die verschiedenen Witterungen sorgten in "RalliSport Challenge" (2002) für echtes Rallye-Feeling. Die Xbox-Spieler konnten aus einem Fuhrpark-Repertoire von 29 Auto-Modellen wählen. Darunter auch der Toyota Corolla (links) und der Nissan Micra (rechts).
2004 erschien der Arcade-Racer "Outrun 2" für den Automaten-Spaß zu Hause. Im Vergleich zu seinem geistigen "Retro"-Vorgänger "Europa" von 1991 konnte er mit deutlich mehr grafischer Finesse aufwarten.
In "Driver 3" übernimmt der Spieler die Rolle des Undercover-Cops Tanner, der in den drei Metropolen Miami, Nizza und Istanbul dem Verbrechen auf der Spur ist. Grafisch konnte der Action-Racer im Veröffentlichungsjahr 2004 vor allem mit seinem detaillierten Schadensmodell zu überzeugen.
Mit "Forza Motorsport 3" zeigten die Entwickler von Turn10 Studios, welche Grafik auf der Xbox 360 bereits 2009 möglich war. Mit über 400 original lizenzierten Wagen, darunter auch Modelle von Aston Martin, Ferrari und Lamborghini, setzte der Titel neben der Quantität auch bei der Qualität neue Maßstäbe.
Der Autohersteller Aston Martin ist für seinen Erfolg beim "24-Stunden-Rennen von Le Mans" bekannt. Im Rennspiel Forza 5 von 2013 kann man mit dem Sportwagen DBR9 realitätsnah den virtuellen Sieg einfahren.
SUVs liegen voll im Trend und lassen bei "Forza Horizon 2" (Oktober 2014) die Grafik-Muskeln spielen. Der Detailgrad der Modelle (im Bild: Jeep Cherokee) hat laut dem Entwickler Ralph Fulton bereits ein so hohes Level erreicht, dass man sich jetzt vor allem auf die realistische Beleuchtungs-Simulation konzentriert.