Brüssel (dpa) - Die Pläne der EU-Länder zur weitgehenden Beibehaltung der Roaming-Gebühren werden konkreter. So sollen Bürger etwa bei Anrufen aus dem Ausland nur 50 Minuten lang zu Inlandskonditionen telefonieren können, berichtete die "Bild"-Zeitung.

Die Staaten hatten sich bereits Anfang März darauf verständigt, dass sie die Extra-Gebühren für mobiles Telefonieren und Surfen im Ausland mit Einschränkungen vorerst weiter erlauben wollen.

Beschlossen ist derweil noch nichts, weil die Länder sich mit dem Europaparlament einigen müssen. Dies hatte ursprünglich gefordert, die Aufschläge bis Ende 2015 abzuschaffen.

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Dem Bericht zufolge sollen Bürger ab dem kommenden Jahr 50 SMS pro Jahr aus dem Ausland zu Inlandsbedingungen verschicken können, die mobile Internetnutzung ohne Aufschläge wäre nur bis zu 100 Megabyte im Jahr möglich.

Die Zeitung beruft sich bei diesen Angaben auf ein vertrauliches Papier von Ende April. Ein EU-Diplomat bestätigte, dass die Zahlen dem derzeitigen Kompromiss unter den Staaten entsprechen. Er sagte, man gehe aber davon aus, dass die Roaming-Aufschläge nach Erreichen dieser Grenzwerte niedriger ausfallen als bisher.

Es gibt bereits seit einigen Jahren eine europäische Begrenzung der Roaming-Aufschläge. So dürfen Mobilfunkanbieter derzeit von Kunden im europäischen Ausland nicht mehr als 19 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 5 Cent für ankommende Anrufe, 6 Cent pro versendeter SMS und 20 Cent pro Megabyte Daten verlangen. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer.© dpa