Bonn (dpa/tmn) - Durch neue Sicherheitsmerkmale sollen Kunden der Telekom jetzt besser erkennen, ob die Onlinerechnung echt ist - oder ob Betrüger ihre Daten ausspionieren wollen.

Gefälschte Telekomrechnungen sind nicht nur für Kunden des Bonner Unternehmens ein Ärgernis. Auch wer nicht die Dienste der Telekom nutzt, erhält gelegentlich täuschend echte Fälschungen von Telekomrechnungen. Darin werden schnell dreistellige Beträge gefordert. Die Verunsicherung ist dann oft groß: Ist es eine echte Mail oder doch Betrug?

Die Telekom versucht nun, solchen Betrügern ihr Treiben zu erschweren. Mit drei neuen Sicherheitsmerkmalen sollen Kunden nun besser erkennen können, ob ihre Onlinerechnungen auch wirklich von der Telekom stammen. Ab sofort werden bereits im Betreff und im Anschreiben der Rechnungsmail zusätzlich zur Anrede auch Straße und Hausnummer des Kunden angegeben.

Wer die Rechnung über einen Browser oder die E-Mail-App der Telekom abruft, erhält bei ausgewählten E-Mail-Anbietern ein blaues @-Zeichen angezeigt, das die Rechnungen als Original ausweist. Drittes Sicherheitsmerkmal ist eine für den Kunden nicht sichtbare digitale Signatur. Sie soll gefälschte Rechnungsmails leichter erkennbar machen. Sie können dann durch die E-Mail-Anbieter besser als Spam gekennzeichnet werden.

Die Sicherheitsinitiative der Telekom hat aber einen kleinen Haken: Wer sein E-Mail-Konto nicht bei der Telekom, GMX, Web.de, Freenet oder 1&1 hat, sieht das blaue E-Mail-Siegel nicht. Auch Nutzer von weit verbreiteten E-Mail-Clients wie Outlook oder Thunderbird können es aus technischen Gründen nicht erkennen. Insgesamt beziehen momentan nach Angaben der Telekom rund 16 Millionen Kunden ihre Rechnung online.© dpa