Der Trend zum Selfie bleibt ungebrochen - aber viele der Selbstporträts sehen eher zum Fürchten aus. Wir zeigen Ihnen, wo sich gute von schlechten Selfies unterscheiden.

Bei Partybildern zweimal überlegen

Es kann durchaus gefährlich sein, Selbstporträts bei Facebook & Co. hochzuladen. Bilder, welche Sie nachts während der letzten Party hochgeladen haben, sahen nach dem fünften Bier vielleicht ganz witzig aus - aber am nächsten Tag wirken sie doch eher peinlich. Freunde und Bekannte haben das Foto dann aber schon gesehen, und wie wir wissen, vergisst Facebook nie. Halten Sie sich also am besten an die folgenden Tipps, um Selbstporträts wirklich ansehnlich werden zu lassen.

Auf den richtigen Winkel kommt es an

Selbstporträts mit einer Digitalkamera sind knifflig: Sofern es sich nicht um ein Modell mit einem schwenkbaren Display handelt, können Sie den Bildschirmausschnitt nie optimal bestimmen. Das Smartphone hingegen macht es Ihnen schwer, weil Sie eine extrem ruhige Hand brauchen - aber besser als eine durchschnittliche Digitalkamera ist diese Lösung allemal. Achten Sie dabei trotzdem auf folgende Punkte:

Dass die Fotos in Hochglanz-Magazinen viel imposanter sind als die eigenen Urlaubsfotos, ist nicht zwangsläufig dem besseren Equipment der Profis geschuldet. Mit diesen Tipps gelingen auch Ihnen richtig gute Aufnahmen.

Es gibt nur sehr wenige Smartphones, wie einige Modelle aus der ehemaligen Lumia-Reihe von Nokia, welche auch bei Dunkelheit ansehnliche Fotos machen. Als Faustregel gilt daher: Je mehr Licht, desto besser. Machen Sie Selfies am besten bei Tageslicht oder in gut beleuchteten Räumen und verlassen Sie sich nicht auf den häufig eher durchschnittlichen Blitz der Smartphones.

Zwar geht es auf einem Selfie in erster Linie um Sie persönlich, doch je nach Ort kann es sich empfehlen, auch dem Hintergrund eine hohe Bedeutung beizumessen. Beim Urlaub in Paris beispielsweise bietet sich ein Foto an, auf welchem weit im Hintergrund der Eiffelturm zu sehen ist. In Kairo wären das vielleicht die entfernten Pyramiden. Achten Sie außerdem auf Personen, die im Hintergrund zu sehen sind. Wir leben in Zeiten eines unglaublich leichtfertigen Umgangs mit dem Datenschutz, und viele Menschen möchten nicht ohne Anfrage fotografiert werden. Sie sollten daher so rücksichtsvoll sein, und diese Fotos entweder gar nicht erst schießen oder auf Anfrage auch wieder löschen.

Wie sehe ich denn wieder aus…?

Sehr wichtig ist offensichtlich Ihr Gesichtsausdruck, denn der ist immer der Kern eines jeden Selfies. Grundsätzlich gilt, dass Sie nur positiv wirkende Porträts aufnehmen sollten - denn warum sollten andere Menschen Sie in einer schlechten Stimmung betrachten wollen? Wenn Sie sich ärgern und Sie entsprechend aussehen wie drei Tage Regenwetter, sollten Sie einfach auf das Selbstportrait verzichten. Weiterhin ist es immer falsch, Gesichtsausdrücke zu verwenden oder sich in bestimmte Posen zu werfen, die mit Ihrem eigentlichen Charakter und Ihrem Wesen nichts zu tun haben. Die mangelnde Authentizität lässt das Foto lächerlich wirken, Ihren Freunden werden Sie beinahe wie ein anderer Mensch vorkommen - es sei denn, Sie gehen dieses Thema offensichtlich humorvoll und absichtlich überspitzt an.

3, 2, 1…

Die Design-Higlights beim S6 sollen die Konkurrenz auf Abstand halten.

Wenn Sie die Vorbereitungen getroffen haben, geht es los: Für das Selfie verwenden Sie am besten die Kamera auf der Displayseite, da Sie sonst keine Kontrolle über den Bildschirmausschnitt haben. Sofern das Smartphone eine Belichtungskorrektur besitzt, sollten Sie diese unbedingt einsetzen, weil dann die Lichtverhältnisse sehr viel besser wirken. Bei der Entfernung gilt, dass Sie den Arm weit ausstrecken sollten, ohne jedoch durch eine zu hohe Spannung ein Zittern in Ihrem Handgelenk auszulösen. Vermeiden Sie außerdem Selfies von unten: Kinn und Kiefer werden unnatürlich deutlich in Szene gesetzt und Ihre Augen verschwinden in sehr tiefen Augenhöhlen. Wählen Sie stattdessen einfach einen geraden oder leicht von oben herabschauenden Winkel. Und denken Sie daran: Ihr Smartphone besitzt viel Speicherkapazität. Das erste Selfie muss nicht gleich in allen Aspekten "passen", also knipsen Sie munter drauflos.© IDG