Berlin (dpa/tmn) - Fast jeder braucht sie, um Daten, Fotos, Filme, Musik und Dokumente zu speichern, weiterzugeben oder wiederzugeben: Speicherkarten und Speichersticks.

Kauften die Verbraucher hierzulande vergangenes Jahr rund 20 Millionen Speicherkarten, sollen es einer gfu-Prognose zufolge in diesem Jahr mehr als 21 Millionen sein. Das entspricht einem Zuwachs von fünf Prozent. Eine Steigerung sogar um neun Prozent von knapp 15,5 auf 16,8 Millionen Stück wird bei den USB-Speichersticks erwartet.

Die Speichertechnologie sowohl hinter USB-Sticks als auch hinter Speicherkarten nennt sich Flash-Memory. Sie wird stetig weiterentwickelt, um das Fassungsvermögen der Speichermedien zu steigern. Die größten auf dem Markt erhältlichen Speicherkarten fassen 200 Gigabyte (GB), die Kapazität von USB-Sticks reicht den Experten zufolge derzeit bis 128 GB. Zum Vergleich: Die ersten Speicherkarten Ende der 90er Jahre fassten gerade einmal 8 Megabyte (MB).

Mit wachsender Speicherkapazität wächst auch die Bedeutung der Schreib- und Lesegeschwindigkeit bei Flash-Speichern. Das höchste Schreibtempo liegt laut gfu derzeit bei 30 MB pro Sekunde, beim Lesen werden maximal 90 MB pro Sekunde erreicht.

Seit einigen Jahren gibt es bereits Speicherkarten mit integriertem WLAN-Modul, um die Daten zum einen drahtlos an andere WLAN-Geräte wie Notebooks, Tablets oder Smartphones schicken zu können. Zum anderen gibt es Karten, die sogar Internetverbindungen über WLAN-Router aufbauen können, erklären die Experten. Darüber lassen sich dann Inhalte direkt ins Netz stellen oder auf sozialen Netzwerken teilen.

Die neueste Innovation sind Karten mit der Nahfunktechnologie NFC (Near Field Communication). Darüber lässt sich etwa direkt feststellen, welche Daten und wie viel freier Speicherplatz noch auf der Karte verfügbar sind, wenn man etwa ein NFC-fähiges Smartphone in die unmittelbare Nähe eine Gerätes bringt, in dem eine NFC-Speicherkarte steckt. Für eine Übersicht über die gespeicherten Daten und den freien Speicherplatz musste man die Karten bislang in ein Notebook oder ein Lesegerät am PC stecken.© dpa