So enttarnen Sie die Ursachen für Ruckler am Mac

Leistungstechnisch machen auch die neuen MacBooks und Macs keine gigantischen Sprünge. Wir zeigen Ihnen, wie Sie älteren Apple-Geräten doch noch ein wenig mehr Leistung entlocken können.

Hilfe gegen Leistungsabfall

Nach mehreren Stunden Arbeit öffnen sich Dokumente immer langsamer und Anwendungen laufen wie in Zeitlupe ab? Verantwortlich dafür ist der Arbeitsspeicher, die langsame Festplatte oder die CPU - aber Sie müssen herausfinden, welche Komponente wirklich der Flaschenhals ist. Bei Ihrer Detektivarbeit gehen Sie am besten wie folgt vor:

• Verwenden Sie zunächst das Programm Aktivitätsanzeige. Dort erfahren Sie die derzeit vorliegende CPU-Last, den Speicherverbrauch oder auch die aktuellen Netzwerkaktivitäten. Nutzen Sie den Menüpunkt "Darstellung", um dort "Alle Prozesse" anzeigen zu lassen. Ansonsten werden Ihnen die womöglich kritischen Programme nicht angezeigt.

• Lassen Sie das Programm nun einfach laufen und kümmern Sie sich zunächst nicht um die zahlreichen, möglicherweise verwirrenden Anzeigen. Die letzten zwei Minuten zeichnet das Programm nämlich automatisch auf. Arbeiten Sie also wie gewohnt weiter und öffnen Sie die Aktivitätsanzeige, wenn der nächste Einbruch der Performance bemerkbar ist.

Von Bedeutung sind dabei die beiden Informationsfenster CPU-Last und Speicherdruck. Mit diesem Begriff bezeichnet Apple die Auslastung des Arbeitsspeichers. Verfärben sich die Anzeigen gelblich oder rötlich, weist dies auf zu wenig Arbeitsspeicher hin. Möglicherweise arbeiten Sie an einem großen Foto oder editieren ein Video. Beide Aktivitäten sind echte RAM-Killer und sorgen dafür, dass Daten vom schnellen Arbeitsspeicher auf die langsame Festplatte ausgelagert werden - und schon bringt das MacBook nur noch Zeitlupenleistung.

Analog dazu deutet eine CPU-Last, die ständig an der Grenze zu 100 Prozent kratzt, auf eine zu geringe Prozessorleistung hin. In diesem Fall sind Sie mit einem schnelleren Modell besser beraten. Aber: Gerade in neuen Geräten - wie einem MacBook Air - können Sie weder CPU noch RAM selbstständig wechseln. Daher sollten Sie bereits vor dem Kauf darauf achten, eine möglichst großzügig dimensionierte Variante zu wählen.

Erste Hilfe durch Hausmittel

Bis dahin können Sie einige einfache Tipps befolgen. Exorbitante Leistungssprünge sollten Sie nicht erwarten, kleine Hilfen sind diese Ratschläge aber dennoch: Beenden Sie beispielsweise Safari und ähnliche Programme, während Sie arbeiten, um sehr viel Arbeitsspeicher freizugeben. Indem Sie auf Dienste im Hintergrund verzichten (wie vielleicht Dropbox, das permanent Daten synchronisiert), legen Sie ebenfalls ein wenig Leistung frei. Im Zweifelsfall hilft aber nur eine (meist recht teure) Aufrüstaktion, die Sie anhand Ihres ermittelten Flaschenhalses - RAM, CPU oder Festplatte - planen sollten.© IDG