Flirten, chatten, kennenlernen: Über zwei Millionen Deutsche nutzen die Flirt-App "Tinder". Nun hat eine aktuelle Studie aus den USA die weltweite Nutzerschaft der Partner-Börse analysiert. Das Ergebnis: Ein Großteil der angemeldeten User ist bereits in einer festen Beziehung.

Kennenlernen in Zeiten des Internets ist einfach und schwierig zugleich: Während viele den klassischen Weg auf der Party oder in einer Bar zu kompliziert finden, bieten das Smartphone, Apps und Dating-Portale eine willkommene Alternative. Die Marktforscher von "GlobalWebIndex" haben dem Trend nun nachgespürt und für ihre Umfrage über die Flirt-App "Tinder" 47.000 User der Plattform befragt – und sind dabei auf überraschende Erkenntnisse gestoßen.

Fast die Hälfte der "Tinder"-Nutzer ist in einer Beziehung

Die Nutzer verteilen sich ungleich auf beide Geschlechter. 62 Prozent sind Männer, 38 Prozent sind Frauen. Genutzt wird die App hauptsächlich von Menschen zwischen 25 und 34 Jahren (45 Prozent), danach folgen die 16- bis 24-Jährigen.

Überraschend ist, dass insgesamt 42 Prozent der befragten "Tinder"-Nutzer der Studie zufolge in einer festen Beziehung sind. 30 Prozent geben sogar an, verheiratet zu sein. Nur gut die Hälfte (54 Prozent) der Nutzer ist laut Umfrage Single. Und allesamt sind sie auf der Suche: 70 Prozent der Nutzer antworten, auch andere Dating-Portale regelmäßig zu besuchen – und mitunter dafür zu zahlen.

"Tinder": So funktioniert's

Die App zeigt Nutzern Fotos anderer Mitglieder an. Sie können die Profile durch Wischen auf dem Bildschirm bewerten - nach rechts für Gefallen, nach links für Ablehnen. Bekundet bei einem "Ja" auch das Gegenüber Interesse, können die beiden Nutzer Kontakt aufnehmen.

"Tinder" hat den Ruf, vor allem unverbindliche Flirts zu bieten – doch die aktuelle Studie zeigt: Vielleicht wird aus dem Flirt auch ganz schnell ein Seitensprung. (mgb)