Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Bei strahlendem Sonnenschein können selbst Anfänger leicht tolle Fotos schießen. Wer sich ein wenig auskennt, knipst aber auch bei schlechtem Wetter gute Bilder. Oft gelingen bei Nebel oder Regen sogar ganz besondere Aufnahmen, erklärt der Photoindustrie-Verband.

Voraussetzung dafür ist aber, dass Fotografen ihre Kamera richtig einstellen und passende Motive wählen. Landschaftsaufnahmen werden bei bedecktem Himmel selten richtig gut, warnen die Experten. Denn dem Bild fehlt es nachher an Kontrast und Farben.

Detailaufnahmen gelingen unter einer Wolkendecke aber oft sogar besser als bei Sonnenschein. Denn die Einzelheiten kommen bei solchem Licht besser zur Geltung. Damit das Foto unter diesen Bedingungen nicht zu grau wird, sollten Fotografen mit dem Blitzlicht experimentieren.

Andere Wetterbedingungen verlangen dagegen nach anderen Maßnahmen: Tiefhängender Nebel lässt sich zum Beispiel von einem Hügel oder einer anderen erhöhten Stelle aus gut fotografieren. Kirchtürme oder Bäume, die aus der grauen Suppe ragen, geben dann ein reizvolles Motiv ab. Der Autofokus vieler Kameras ist mit solchen Situationen aber oft überfordert. Deshalb sollten Fotografen das Bild lieber eigenhändig scharf stellen.

Bei strömendem Regen oder Schneefall lohnt es sich, mit der Verschlusszeit zu spielen: Bei kurzen Zeiten wirken Tropfen oder Flocken wie eingefroren, bei langen Zeiten wird der Regen dagegen in Form langer Striche sichtbar. Fotografen sollten dabei aber nicht vergessen, die teure Fototechnik vor Nässe zu schützen, zum Beispiel mit speziellen Hüllen und einer Sonnenblende für das Objektiv.© dpa