Headsets im unteren, mittleren und gehobenen Preissegment

Wir stellen Ihnen drei qualitativ überzeugende Headsets - Bitfenix Flo, Kingston HyperX Cloud II und Beyerdynamic MMX300 - im niedrigen, mittleren und hohen Preisbereich vor.

Headsets sind eine feine Sache. Denn diese lassen Gamer die Soundkulisse eines Videospiels nicht nur noch unmittelbarer erleben, sondern sorgen gleichzeitig dafür, dass etwaige Mitbewohner und die Nachbarschaft beim Zocken nicht gestört werden. So lassen sich auch zu nächtlicher Stunde noch unbeschwert Gaming-Sessions veranstalten. Das alles ist zwar prinzipiell auch mit klassischen Kopfhörern möglich. Headsets verfügen aber noch zusätzlich über ein Mikrofon. Das ist vor allem dann nützlich, wenn Gamer nicht alleine zocken, sondern in Teams gegeneinander antreten. So ist die Verständigung mit Mitspielern ein Kinderspiel. Damit das Überrollen des Kabels mit dem Bürostuhl die Verbindung nicht im ungünstigsten Moment und womöglich dauerhaft unterbricht, empfiehlt sich ein geflochtenes Kabel. Dieses minimiert das Kabelbruch-Risiko.

Wer sich ein Gaming-Headset zulegen möchte, sollte aber zunächst eine prinzipielle Entscheidung bezüglich der Bauart treffen. Zur Wahl stehen grundsätzlich On-Ear- und Over-Ear-Modelle. On-Ear-Headsets liegen auf den Ohren auf und sorgen dafür, dass Gamer ihre Umwelt beim Spielen immer noch wahrnehmen können. Over-Ear-Modelle umschließen hingegen die Ohrmuscheln komplett, bieten häufig einen räumlicheren Sound und lassen Gamer - weil Umweltgeräusche weniger hörbar sind - tiefer in das Spielerlebnis eintauchen.

Bei der wichtigsten Disziplin - dem Klang - sind die Unterschiede auch technologiebedingt recht ausgeprägt. Standard sind Headsets mit klassischem Stereosound und eher einfachen Audiotreibern bzw. Lautsprechern. Gehobenere Modelle bieten zudem - dank Verfahren von C-Media oder Dolby - einen virtuellen Surround-Sound. Den räumlichen Hörgenuss erzeugen hierbei meistens mehrere Lautsprecher in jeder Kopfhörermuschel, die in genau festgelegten Winkeln angeordnet sind. Ein integrierter Soundprozessor versorgt diese so mit Signalen, dass ein räumlicher Eindruck entsteht. Wer noch mehr Geld ausgeben möchte, erhält auch Headsets mit integrierter Soundkarte. Weil diese über separate Audiochips und hochwertige Audiotreiber verfügen, sind Klang und räumliches Sounderlebnis hier in der Regel noch überzeugender bzw. ausgeprägter. Wer es mag, findet auch Headsets mit - teilweise sogar individuell konfigurierbarer - Beleuchtung als besonderes Gimmick.

1. Einsteigerklasse: Bitfenix Flo - vielseitiges und gut klingendes Headset ohne Schnickschnack

Das beweist eindrucksvoll, dass gute Headsets nicht teuer sein müssen. Der positive Eindruck beginnt bereits bei der tadellosen Verarbeitung. Zudem ist unser Preistipp sehr vielseitig. Das Headset lässt sich nämlich nicht nur am heimischen PC, sondern auch unterwegs als Kopfhörer nutzen. Dafür lässt sich das Mikrofon auch abnehmen. Dementsprechend gehören zum Lieferumfang sowohl ein Anschlusskabel für Mobilgeräte - mit 3,5-Millimeter-Klinke - als auch für den Computer (zweimal 3,5-Millimeter-Klinke). Der Klang des Headsets ist angesichts des verhältnismäßig günstigen Preises hervorragend, auch wenn der Bass etwas zu sehr dominiert. Letzteres ist allerdings bei Gaming-Headsets häufig der Fall. Die Ohrmuscheln, die auf den Ohren aufliegen, statt sie zu umschließen, könnten etwas größer sein. Zusätzliche Extras - wie digitale Soundverarbeitung oder Beleuchtung - bietet das Modell Bitfenix Flo nicht.

2. Mittelklasse: Kingston HyperX Cloud II - bequemes Headset mit Raumklang und Kabelschutz

Tester und Gamer konnte das Kingston HyperX Cloud bereits überzeugen. So ist es kein Wunder, dass der Hersteller beim Nachfolger relativ wenig verändert hat. Stärken des Mittelklasse-Headsets sind weiterhin der tolle Tragekomfort, die hervorragende Verarbeitung mit hochwertigen Materialien sowie der ansprechende Sound - inklusive voluminösem Raumklang. Hier macht sich Kingstons Zusammenarbeit mit dem deutschen Kopfhörerspezialisten Beyerdynamic bezahlt. Zusätzlich bietet die zweite Version des Kingston HyperX Cloud aber nun ein geflochtenes Kabel. Zudem lässt sich durch die digitale Klangverarbeitung per USB jetzt auch optional virtueller 7.1-Surround-Sound genießen. Gamer können das Headset nicht nur am PC, sondern auch an Videospielkonsolen verwenden. Allerdings funktioniert die in das Kabel integrierte Fernbedienung leider nur am Computer.

3. Premiumklasse: Beyerdynamic MMX300 - edler Klangprimus mit XL-Garantie

Wenn Geld keine Rolle spielt, sondern nur Klang und Qualität zählen, empfehlen wir ambitionierten Gamern das Modell . Das Over-Ear-Headset ist bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt und konnte in zahlreichen Vergleichstests immer wieder Spitzenplätze erreichen. Hersteller Beyerdynamic zählt nicht nur zu den führenden deutschen Kopfhörerproduzenten, sondern fertigt zudem hochwertige Headsets für Flugzeugpiloten. Deshalb ist es wenig überraschend, dass auch das Modell Beyerdynamic MMX300 durch eine hohe Zuverlässigkeit und Verarbeitungsqualität besticht. Gleichzeitig gewährt der Hersteller allen Käufern eine XL-Garantie von fünf Jahren. Weil auch noch der Klang dieses Headsets der Premiumklasse - vor allem im Zusammenspiel mit einer leistungsfähigen Soundkarte - restlos überzeugt, ist das Modell Beyerdynamic MMX300 unsere Referenz im Bereich Gaming-Headsets. Leider lässt sich das Mikrofon nicht abnehmen, sondern nur hochklappen. Weil das Kabel nicht zusätzlich ummantelt ist, sollten Gamer mit dem MMX300 möglichst pfleglich umgehen. Wem das Standardmodell nicht exklusiv genug ist, kann eine spezielle Manufakturversion bestellen. Hier lassen sich Farben und einzelne Komponenten auswählen auf den eigenen Geschmack abstimmen. Aber Vorsicht! Wer alle Möglichkeiten ausschöpft, erreicht so einen Gesamtpreis von fast 400 Euro.© IDG