Berlin (dpa/tmn) - Für Android, iOS und Windows Phone gibt es etliche nützliche oder spaßige Apps, viele davon gratis. Unvorsichtige Nutzer holen sich damit aber womöglich Datensammler oder Sicherheitslücken auf ihr Smartphone.

Selbst Profis können neugierige oder unsichere Apps für das Smartphone nicht auf den ersten Blick erkennen. Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko aber immerhin einschränken, rät das Rechtsportal "irights.info". Ein Blick auf die Bewertungen anderer Nutzer verrät zum Beispiel oft, ob die App gravierende Sicherheitslücken hat.

Hinweise auf Mängel beim Datenschutz finden sich dort aber in aller Regel nicht. Dafür müssen Nutzer einen Blick in die Geschäftsbedingungen (AGB) und die Datenschutzerklärungen der App werfen. Grundsätzlich muss sich jedes Unternehmen, das hierzulande Apps anbietet, an das relativ strenge deutsche Datenschutzrecht halten. Die einzige Ausnahme sind Anbieter aus anderen EU-Staaten: Sie können sich auf die Regeln ihres Heimatlandes berufen. Für Facebook gilt daher zum Beispiel das irische Datenschutzrecht.

Wie neugierig eine App ist, erkennen aufmerksame Nutzer auch an den Zugriffsrechten, die sie einfordert. Will eine App zum Beispiel auf Kontaktdaten zugreifen, obwohl das für die Funktionsweise des Programms gar nicht nötig ist, sollte man misstrauisch werden. In manchen Fällen lassen sich einmal erteilte Zugriffsrechte auch umgehen, indem man zum Beispiel das GPS einfach abschaltet. Unter iOS können Nutzer die Rechte von Apps in den Einstellungen außerdem gezielt einschränken.

Manche Apps, die bei der Installation noch sicher waren, werden auch erst später zu Datensammlern oder Einfallstoren für Schädlinge. Updates können zum Beispiel Zugriffsrechte ändern oder Sicherheitslücken hinzufügen, warnen die Experten. Neue Versionen einer App installieren Nutzer daher am besten manuell und nicht automatisch. Außerdem sollten Smartphone-Besitzer das Gerät in regelmäßigen Abständen aufräumen und dabei nicht mehr genutzte Apps löschen.© dpa